IT-Sicherheitsfirma soll Hacks vorgetäuscht haben

Nutzte so die eigenen Kunden aus

Die amerikanische IT-Sicherheitsfirma Tiversa soll ihre eigenen Kunden betrogen haben: Ein ehemaliger Mitarbeiter wirft Tiversa vor Hackerangriffe vorgetäuscht zu haben, um seine Kunden auszunutzen. Teilweise soll Tiversa vorgegaukelt haben Daten wären aus einem Unternehmen durchgesickert, um dann seine Dienste aufzudrängen. Wollten die jeweiligen Firmen darauf nicht anspringen, soll Tiversa sogar zur Erpressung gegriffen haben. Eine Firma namens LabMD, welche in der Krebsforschung tätig ist, habe dies am Ende sogar die Existenz gekostet.

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So schildert der ehemalige Mitarbter Tiversas, Richard Wallace, dass er im Auftrage seines Arbeitgebers 2010 LabMD gehackt habe. Man machte dann das Unternehmen darauf aufmerksam und bot seine Dienste an. LabMD sprach darauf nicht an. Folglich drohte Tiversa nun damit die Behörden auf den vermeintlichen Hackerangriff aufmerksam zu machen. Dies hätte LabMD in Querelen gebracht, da es um gestohlene, medizinische Daten ging. Auch hier weigerte sich LabMD Tiversa zu beschäftigen und tatsächlich alarmierte Tiversa anschleßend die Behörden. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten verlor LabMD schließlich einen Prozess gegen die FTC und musste schließen.

Laut Wallace habe Tiversa mehrere solcher Hackerangriffe vorgetäuscht bzw. durchgeführt, um Unternehmen zu erpressen. Die Sicherheitsfirma selbst dementiert die Anschuldigungen natürlich als „haltlos“. Es handele sich um einen Rache-Versuch eines entlassenen Angestellten.

Quelle: CNN

André Westphal

Redakteur

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