Vulkan: Neue Grafik-API als Konkurrenz zu DX 12

Nachfolger der 3D-Schnittstelle OpenGL

Die Khronos Group hat auf der Siggraph 2015 bestätigt, dass die neue Grafik-APU „Vulkan“ noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Genau wie Microsofts neues DirectX 12 aus Windows 10 oder AMDs eigenes Projekt Mantle, erlaubt Vulkan Entwicklern als Nachfolger von OpenGL den Low-Level-Zugriff auf die Hardware. Die endgültigen Spezifikationen der API fehlen derzeit jedoch noch. Laut Khronos Group sollen sie noch vor Ende 2015 vorliegen. Dabei wird Vulkan nicht nur auf PCs, sondern auch auf Smartphones und Tablets verwendbar sein.

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Allerdings grenze man nicht mehr wie noch bei OpenGL in beispielsweise Vulkan ES / Vulkan Desktop ab, sondern unterteile wie bei Direct3D in unterschiedliche Funktions-Level. Auf diese Weise könne die API auf mehr Geräten zum Einsatz kommen und das Funktions-Level jeweils automatisch erkennen. Weitere Details dazu will die Khronos Group jedoch erst später nennen. Im Gegensatz zu DirectX 12 ist Vulkan vollkommen unabhängig von spezifischen Plattformen und läuft z. B. unter Windows 7 bis 10, Linux, Steam OS, Tizen und Google Android. Das Apple Mac OS ist ausgeklammert, da Apple seine eigene Schnittstelle Metal nutzen will. Microsoft wiederum unterstützt Vulkan ebenfalls nicht aktiv, da man sich wenig überraschend voll und ganz hinter DirectX 12 klemmt.

Vulkan wird zu GPUs kompatibel sein, die mindestens OpenGL 4 bzw. OpenGL ES 3.1 unterstützen. Mit an Bord sind laut Khronos Group die Firmen Lucasfilm, Sony, Google, OMG, Qualcomm, Samsung, Pixar, Epic Games, Unity, AMD, Continental, Nvidia, Oculus VR, Valve, Oxide, Intel, ARM, Imagination, Vivante, Broadcom, Mobica, Transgaming, Dassault Systems, Codeplay, Vmware, EA, Blizzard und Mediatek.

Quelle: KhronosGroup

André Westphal

Redakteur

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