Probleme bei SanDisk-Übernahme

WD reduziert Angebot für SanDisk, weil Investor abspringt

Anfang dieses Monats hatte die EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme von SanDisk durch Western Digital gegeben, aber jetzt ist die Sache doch nicht mehr so sicher wie angenommen. WD geht weiter davon aus, dass die Übernahme im zweiten Quartal abgeschlossen wird, hat aber sein Angebot für SanDisk reduziert, nachdem ein chinesischer Investor abgesprungen ist.

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Ende September 2015 hatten sich Western Digital und Unisplendour, Teil des von der chinesischen Regierung kontrollierten Technologieunternehmens Tsinghua Holdings, auf eine Investition in Höhe von fast 3,8 Milliarden US-Dollar geeinigt. Unisplendour hatte zugestimmt, neu ausgegeben Aktion von WD in dieser Höhe zu kaufen und würde dann 15 % am Festplattenhersteller halten.
Gestern nun musste Western Digital bekannt geben, dass daraus nichts wird. Die US-amerikanische Kommission für ausländische Investitionen hatte zuvor angekündigt, dass sie die Beteiligung von Unisplendour an WD untersuchen wolle. Daraufhin zogen die Chinesen ihr Angebot zurück.
Das führte dazu, dass sich das Übernahmeangebot für SanDisk reduziert. Statt $86,50 pro Aktie zu zahlen, wie es im Oktober von WD und SanDisk vereinbart war, bietet WD jetzt nur noch $78,50 pro Aktie an. Der Wert der Übernahme verringert sich damit praktisch von 19 auf etwas mehr als 17 Milliarden US-Dollar.
Western Digital muss nun auf die Zustimmung der Aktionäre warten.
Außerdem müssen noch einige Länder zustimmen. Die Aufsichtsbehörden in der EU und in vielen anderen Ländern (u.a. USA, Japan, Südkorea und Taiwan) haben bereits bekannt gegenen, keine Einwände gegen die Übernahme zu haben, aber einige fehlen wohl noch.

Quelle: Western Digital

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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