AMD Zen zuerst für Desktop-PCs

Danach Server, dann Mobil - Erste Muster noch diesen Monat

Auf der Computex letzte Woche hat AMD nicht nur die Radeon RX 480 (Polaris) angekündigt, sondern auch ein wenig über die nächste Prozessorgeneration mit der „Zen“ Mikroarchitektur gesprochen. Viel wurde nicht verraten, aber AMD-Chefin Lisa Su konnte schon eine Zen CPU zeigen und erklärte, dass AMDs wichtigste Kunden noch diesen Monat die ersten Muster erhalten.

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Weitere Kunden würden ihre ersten Zen Muster im dritten Quartal erhalten. Aussagen zum Einführungstermin gab es von AMD dagegen wie erwartet nicht. Offiziell soll es noch dieses Jahr passieren, aber die Spekulationen reichen von Oktober bis Weihnachten.
Lisa Su erklärte auch, dass die ersten Zen Prozessoren für Desktop-PCs erscheinen. Danach wird es Server-Versionen geben (vermutlich erst 2017) und dann erst kommen Mobilmodelle für Notebooks.
Ansonsten wurden bisherigen Aussagen wiederholt, u.a. dass die Zen CPUs eine 40 % höhere IPC-Leistung als die aktuelle Prozessorgeneration von AMD besitzen. Kürzlich erst hatte ein AMD-Mitarbeiter sich deshalb zu der Aussage verleiten lassen, dass Zen CPUs deshalb schneller als die aktuellen Intel Skylake Prozessoren werden.
Lisa Su bestätigte auch, dass „Summit Ridge“ der Codename für die AMD Zen Desktop-CPUs ist. Das Einführungsvideo der Veranstaltung soll auch auf einem Zen Prozessor gelaufen sein, aber nachgewiesen wurde das nicht.

Die Prozessoren mit Zen Architektur – CPUs und APUs – werden in 14-nm-FinFET-Technik gefertigt und sollen laut AMD 40 % mehr Befehle pro Takt (IPC) ausführen können als die aktuellen CPUs dieses Herstellers. Es handelt sich um ein komplett neues x86 Prozessordesign, dass nicht nur auf neuen Fertigungstechnologien basieren wird, sondern auch mehr Kerne, SMT (Simultaneous Multithreading – analog zu Intels Hyper-Threading) und DDR4 Hauptspeicher unterstützt.


AMD Zen Mikroarchitektur Überblick

Quelle: Fudzilla

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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