AMD übernimmt Gaming-Entwickler

HiAlgo soll Radeon Software & Spiele auf Radeon optimieren

AMD ist in letzter Zeit finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet, aber das hindert den Hersteller offenbar nicht daran, andere Firmen zu übernehmen. Diese Woche hat AMD bekannt gegeben, dass die Software-Firma ‚HiAlgo‘ aufgekauft wurde. Diese sind spezialisiert auf Gaming-Technologien, die den Grafikchip effizienter nutzen und das Gameplay konstanter machen sollen.

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HiAlgo nennt dafür drei Kerntechnologien: ‚Boost‘, ‚Switch‘ und ‚Chill‘. Nach Angaben der Firma reduziert ‚Boost‘ die Verzögerungen bei der Darstellung (den sogenannten ‚Lag‘) und erhöht die Bildwiederholrate in Spielen durch ein System, das Befehle vom Spiel an die Grafikkarte abfängt und modifiziert und dabei die Performance optimiert, indem die berechnete Auflösung dynamisch skaliert wird: in Momenten mit viel Bewegung, wird die Auflösung reduziert, um die Bildwiederholrate zu erhöhen, und in relativ ruhigen Phasen wird die Auflösung erhöht, um die Bildqualität der Szene zu verbessern.
‚Switch‘ dagegen gibt dem Anwender die Kontrolle über das HiAlgo Boost-System: das Drücken eines Hotkeys führt sofort dazu, dass das Spiel nur noch in der Hälfte der Auflösung berechnet wird.
In beiden Fällen sollen die Overlays wie Menüs und Head-Up-Displays laut HiAlgo bei der vollen Auflösung bleiben.

‚Chill‘ wurde dagegen primär für mobile Games entwickelt. Statt die Auflösung zu ändern, wird die Bildwiederholrate nach dem demselben Prinzip wie bei ‚Boost‘ angepasst: Szenen mit viel Bewegung bekommen eine höhere Bildwiederholrate und Szenen mit wenig eine niedrigere. Nach Angaben der Entwickler führt dies zu reduziertem Stromverbrauch sowohl von Prozessor als auch Grafikeinheit im Vergleich zum normalen Spiel ohne die Optimierungen von HiAlgo.

AMD deutete an, dass man die genannten Techniken von HiAlgo zukünftig in die Radeon Software integrieren wolle. Allerdings gibt es da noch eine große Hürde zu meistern, die AMD nicht genannt hat: Die Technologie von HiAlgo ist derzeit nur kompatibel mit einigen DirectX-9-Spielen.

Wieviel AMD für HiAlgo bezahlt hat, haben die beiden Firmen nicht verraten.

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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