Die neue PS4 ist da: Aber lohnt sie sich?

Stromsparender, aber nur der Vorbote der PS4 Pro

Mittlerweile ist in Deutschland die neue Version der PS4 an den Start gegangen. 299 Euro kostet das gute Stück. Sony verzichtet auf die Bezeichnung „Slim“, was vermutlich die richtige Entscheidung gewesen ist. Denn die neue PS4-Variante ist zwar etwas schlanker als die bisherigen Modelle, doch der Unterschied ist eher minimal. Nun ist die Frage, ob sich der Kauf der PS4 (Slim) wirklich lohnt -oder ob die Interessenten vielleicht lieber auf die im November erscheinende und 100 Euro teurere PS4 Pro warten sollten.

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Die neue PS4 ersetzt übrigens das bisherige Modell vollständig. Es werden nur noch Lagerbestände abverkauft. Wer also einen optischen Ausgang an der PS4 benötigt, jener fehlt bei der neuen Version, sollte noch schnell bei den alten PS4 zuschlagen, solange es sie noch gibt. Auch wer 1 TByte Speicherplatz wünscht, muss erstmal noch zu bisherigen PS4 greifen, denn die neue Generation gibt es aktuell nur mit 500 GByte. Für Besitzer der bereits zuvor erhältlichen PS4 lohnt sich der Umstieg übrigens nicht: Die PS4 (Slim) arbeitet zwar stromsparender und etwas leiser, verfügt aber über identische Leistung.

Von Vorteil ist, dass Sony die Hochglanz-Oberfläche der Oberseite nun gegen ein komplett mattes Finish ausgewechselt hat. Das zieht Fingerabdrücke nicht so an und ist resistenter gegen Kratzer. Zudem hat Sony die Touch-Buttons gegen normale, haptische Tasten ersetzt. Genau so verfuhr Microsoft auch an der Xbox One S. Auch die LED-Leiste an der Oberseite der PS4 ist gewichen. Stattdessen leuchtet nun wesentlich konventioneller der Power-Knopf im Betrieb. Ein weiterer Fortschritt: Die PS4 (Slim) setzt auf HDMI 2.0a statt auf HDMI 1.4 wie die Launch-Version. Die Festplatte ist übrigens immer noch austauschbar und leicht zugänglich.

Die PS4 (Slim) verbraucht 34 % weniger Strom als Launch-Modelle. Da der SoC geschrumpft wurde, kann die Kühlung zudem effizienter erfolgen, was sich in weniger Wärme und ergo auch weniger Lüftereinsatz niederschlägt. Zudem verfügt die neue PS4 auch über Wi-Fi 802.11 ac. Weniger Fortschritte gibt es beim DualShock 4, dessen Akkukapazität und -Laufzeit leider identisch geblieben ist. Es gibt ein paar kosmetische Veränderungen an D-Pad und Co., da Sony auch hier nun auf matte Oberflächen setzt. Das Update ist insgesamt aber kleiner als etwa beim Controller der Xbox One S. Zudem schimmert nun an der Vorderseite die Lightbar leicht durch, so dass man die Farbe des Lichts leider beim Spielen sieht. Und der DualShock 4 kann nun Daten auch via USB übertragen, was bei Spielen hilfreich sein kann, bei denen es auf die geringsten Latenzen ankommt.

Über ein Laufwerk für Ultra HD Blu-ray verfügt die PS4 (Slim) dabei genau so wenig wie die kommende PS4 Pro. Das ist überraschend, da Microsoft eines in seiner Xbox One S einsetzt. Ob die PS4 (Slim) sich lohnt, ist jedoch schwer zu sagen. Wer knapp bei Kasse ist, aber schon jetzt eine PS4 besitzen möchte, kann natürlich zuschlagen. Wer bereits eine PS4 besitzt, findet hier zu wenige Upgrades. Und wer kein schlechtes Gewissen dabei hat auch 100 Euro mehr zu zahlen, sollte wohl auf den November und die PS4 Pro warten. Für den Aufpreis bietet die PS4 Pro deutlich mehr Leistung, die vor allem Besitzern von Ultra-HD-TVs etwas nutzen dürfte.



Quelle: Engadget

André Westphal

Redakteur

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