Jumper EzPad 5SE 10,6“-Tablet - Seite 2

Tablet mit1080p Display und Windows 10 für ca. 180 Euro

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Verarbeitung und Benchmarks

Kurios: Im Lieferumfang des Jumper EZPad 5SE liegt kein Netzteil bei – nur ein Micro-USB-Kabel. Wer anderweitig aufladen möchte, sollte also bereits ein DC-Netzteil mit 5 Volt bzw. 3 Ampere daheim haben oder sich mit der Aufladung via Micro-USB begnügen, was dann entsprechend lange dauern kann. Neben dem USB-Kabel und dem Tablet an sich finden wir im Paket noch eine englischsprachige Kurzanleitung sowie einen Touchpen.


Verarbeitungsmangel

Was die Verarbeitung des Jumper EZPad 5SE betrifft, fallen dreierlei Sachen negativ auf: Zum einen sind die Anschlüsse nicht unbedingt hochwertig verarbeitet. An den USB-Steckern mussten wir etwa beim Anschluss sowohl beim Hineinstecken als auch beim Herausziehen herumrütteln, damit sie letzten Endes fest sitzen. Kann man aber verschmerzen. Negativer fällt auf, dass an der Front zwischen dem Glas des Displays und dem Rahmen ein minimaler Spalt vorhanden ist. Hier könnte entweder Flüssigkeit eindringen oder sich feiner Schmutz sammeln. Das dritte Manko ist der ausklappbare Ständer an der Rückseite, der zwar fest sitzt und aus Metall mit zum Glück nicht zu scharfen Kanten besteht, aber etwas dünn und klapprig wirkt. Seinen Dienst verrichtet das gute Stück allerdings tadellos.


Touchpen

Sieht man von jenen, kleineren Mängeln ab, wirkt das Jumper EZPad 5SE recht schlicht und erinnert in seinem Design – sicherlich alles andere als unbeabsichtigt – an das Microsoft Surface 3. Das spiegelt sich auch im Touchpen mit Wacom-Technik wider, welcher vorne einen eindrückbaren Kopf mitbringt und einen Button enthält. Mithilfe des Pens kann man in einigen Anwendungen zum Beispiel zeichnen. Berühren muss der Stylus den Bildschirm nicht direkt. Er wird bereits wenige Milimeter vor dem Screen erkannt. Apropos Bildschirm: Das IPS-Display mit seinen 1920×1080 Bildpunkten kann sehr hell eingestellt werden, was absolut jedem Anwender ausreichen dürfte. Selbst bei 0 % war der Bildschirm für unsere Augen in Innenräumen hell genug. Auch ist das Display scharf und die Farben wirken zwar tendenziell etwas warm, aber durchaus noch natürlich und angenehm. Regelt man die Helligkeit höher, fällt die unausgewogene Belechtung auf, die links und rechts stärker ist, als in der Mitte. Damit kann man aber leben, da dies im Alltag nur bei sehr dunklen Bildinhalten und einer Helligkeit ab 75 % bemerkbar ist.

Man kann sich darüber streiten, ob es sich bei der verbauten Einstiegs-Hardware lohnt, ausgiebige Benchmarks durchzuführen. Interessant sind die Ergebnisse aber vielleicht für den ein oder anderen Kaufinteressenten schon. Daher haben wir das Jumper EZPad 5SE durch sowohl 3DMark, PCMark als auch AnTuTu bugsiert, um einen Fingerzeig zu geben. Auf den Bildern sind die Punktzahlen zu sehen.


AnTuTu


3DMark


PCMark 8 Accelerated


PCMark 8 Conventional

Berühmt ist das nicht, aber wir sprechen hier auch von einem Tablet / Notebook für 180 Euro. Gemessen am Preis sind die Benchmark-Ergebnisse absolut im Rahmen. Wer gehofft hatte, am Jumper EZPad 5SE „The Witcher 3: Wild Hunt“, „GTA V“ oder „Rise of the Tomb Raider“ zu zocken, ist hier an der falschen Adresse. Ein kleines Retro-Adventure oder Gelegenheitsspiel sollte aber allemal drin sein.

André Westphal

Redakteur

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