Jumper EzPad 5SE 10,6“-Tablet - Seite 3

Tablet mit1080p Display und Windows 10 für ca. 180 Euro

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Praxis-Test

Nach dem ersten Hochfahren haben wir erstmal das Anniversary Update für Windows 10 installiert – das hat lange gedauert, klappte aber einwandfrei. Schon erstaunlich, dass man also für 180 Euro hier ein Tablet mit der neuesten Version von Windows 10 nutzen kann. Dadurch hinterlässt das Jumper EzPad 5SE schon einmal einen positiven Ersteindruck. Auch Libre Office 5 ließ sich einwandfrei installieren – damit wäre dann das Fundament für ein wenig Arbeit gelegt. Tatsächlich lässt sich am Tablet relativ gut Tippseln – via USB eine Maus / Tastatur rangehängt und im Grunde fühlt man sich wie am Notebook. Praktisch: Man kann den Ständer an der Rückseite in zwei Stufen einstellen, je nachdem welche Neigung man wünscht. Für anspruchsvollere Tätigkeiten, etwa Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop, ist das Jumper EZPad 5SE zwar nicht geeignet, einfache Office-Arbeiten sind aber kein Problem.


Mit Tastatur und Maus

Warm wird das Tablet im Betrieb im Übrigen vor allem an der linken oberen Seite, wo dann wohl der Intel Atom Z8300 platziert sein dürfte. Schon wenn man in Microsoft Edge etwas herumsurft und nebenbei etwas installiert, wärmt sich die linke Seite spürbar auf – allerdings nicht in irgendwie bedenklichen Ausmaßen. Im Alltag erweist sich die Bedienung per Touchpen übrigens nach unserem Ermessen als eher umständlich, was aber auch schlichtweg an Windows 10 liegt, das darauf weniger ausgelegt als etwa ein Android. Ja, es ist möglich mit dem Touchpen über die Runden zukommen. Empfehlenswerter ist aber der gezielte Einsatz für bestimmte Apps, etwa zum Herumkritzeln. Präzise erkannt werden Bewegungen und Taps, doch die meisten Anwendungen sind nicht auf die Touch- bzw. Touchpen-Steuerung ausgelegt.


Startmenü / Stift-Optionen

Wie lange kommt man denn mit einer Akkuladung am Jumper EZPad 5SE über die Runden? Natürlich hängt das davon ab, was man am Tablet so treibt – und wie etwa die Bildschirmhelligkeit eingestellt ist. 6.600 mAh ist eine Kapazität, die an einem Windows-10-Tablet schnell dafür sorgt, dass man das Ladegerät hervorzaubern muss. Wir haben bei einer Bildschirmhelligkeit von 0 % einige Updates installiert, Dateien heruntergeladen und parallel in Microsoft Edge herumgespielt. Das führte in unserem Fall dazu, das schon nach ca. drei Stunden die Steckdose gesucht werden musste.

Und wie sieht es mit den Kameras aus? Die Webcam wurde im Test von beispielsweise Skype sofort korrekt erkannt und konnte genutzt werden. Im kleinen Bildausschnitt sieht das ganze in Ordnung aus, im Vollbild offenbaren sich natürlich die Schwächen des Sensors mit 2 Megapixeln. Ähnliches gilt dann auch für die Hauptkamera mit ebenfalls 2 Megapixeln. Für sehr einfache Fotos mit guter Beleuchtung kann die Kamera mal herhalten, zu viel erwarten sollte man aber nicht. Ansonsten erweist sich das Jumper EzPad 5SE in unserer Testphase ebenfalls als solider Multimedia-Begleiter. Dank des guten Bildschirms mit 1080p macht das Ansehen von YouTube-Videos oder z.B. ein paar Folgen der Serie „Die Simpons“ via Google Play in HD wirklich Spaß. Einzig der Klang der integrierten Lautsprecher ist recht blechern, so dass sich das Nutzen eines Kopfhörers empfiehlt.


Seitenansicht

Ansonsten gibt es im Grunde keine nennenswerten Besonderheiten und das Jumper EzPad 5SE arbeitet eben, wie es bei einem günstiges Einstiegs-Tablet / -Notebook mit Windows 10 zu erwarten ist: nicht unbedingt im Eiltempo, bringt uns in gängigen Anwendungen wie Paint, Libre Office oder Microsoft Edge aber wirklich gut und ganz ohne negative Ausreißer durch den Nutzungsalltag.

André Westphal

Redakteur

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