Sony verliert das Interesse an Indie-Gaming

Relevanz habe laut Sonys Jim Ryan abgenommen

Indie-Games waren eine lange Zeit nicht nur bei Spielern, sondern auch bei Microsoft und Sony sehr beliebt. Und auf der diesjährigen E3 zeigte Microsoft in der Tat erneut viele Indie-Spiele. Erstaunlicherweise hielt sich Sony hingegen zurück, obgleich die Japaner in den letzten Jahren besonders viel Einsatz für die Indie-Community gezeigt hatten. In einem Interview bestätigte Jim Ryan, der Leiter des internationalen Marketings bei Sony Interactive, dann auch, dass Indie-Games für Sony aktuell an Relevanz eingebüßt hätten.

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Zudem verließen 2016 zwei Schlüsselfiguren Sony, die sich stark für Indie-Gaming eingesetzt hatten: Adam Boyes wechselte zu Iron Galaxy, während Nick Suttner nun für Oculus VR arbeitet. Laut mehreren Entwicklern hätte sich dadurch bei Sony auch das Klima im Bezug auf Indie-Spiele stark gewandelt. Doch nicht nur Sony, auch Microsoft und Nintendo seien schwierige Partner laut Entwicklern aus der Indie-Community wie Johnneman Nordhagen, der an „Gone Home“ mitgearbeitet hat und nun „Where the water tastes like wine“ entwickelt. Vor allem die umfangreichen Verträge und der bürokratische Aufwand seien für kleinere Entwickler eine Hürde.

Aktuell ist es somit, auch angesichts der Größe, welche die Indie-Gaming-Szene erreicht hat, immer schwerer für kleine Entwickler sich am Markt durchzusetzen. Microsoft, Nintendo und Sony haben zwar weiterhin ein Interesse an den Titeln, die große Begeisterungswelle scheint aber abgeebbt zu sein.

Quelle: Engadget

André Westphal

Redakteur

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