Xiaomi Redmi Note 5A im Test: Einsteiger-Smartphone - Seite 4

Mit 5,5-Zoll-Display, 8-Kern-Chip und Selfie-Webcam mit 16 Megapixeln ab ca. 120 Euro

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Display & Kamera

Das Xiaomi Redmi Note 5A mag 5,5 Zoll Diagonale bieten, beschränkt sich bei der Auflösung aber auf native 1280×720 Bildpunkte. Angesichts des Preises ist das natürlich in Ordnung, doch andere Modelle, die nur wenig teurer sind, spielen bereits bei 1080p. Hier ist zu überlegen – gerade wenn oft Videos am Smartphone angesehen werden – ob man sich 2017 noch mit 720p begnügen mag. Abgesehen davon ist der LC-Bildschirm in Ordnung und bietet auch bei Sonneneinstrahlung eine ausreichende Helligkeit, ausgewogene Farben und für ein günstiges IPS-Display auch gute Kontraste. Die Blickwinkelstabilität ist für die Preisklasse sogar überdurchschnittlich, da haben wir bei preislich ähnlich gelagerten Konkurrenzmodellen in jedem Fall schon deutlich negativere Ergebnisse beobachtet.

Das Xiaomi Redmi Note 5A setzt für die Hauptkamera den Sensor Samsung S5K3L8 mit 13 Megapixeln und eine Blende von f/2.2 ein. Die Kameras sind, so haben unsere Tests einiger Smartphone-Importe bereits gezeigt, oft der Schwachpunkt der günstigen Smartphones. Gilt das also auch für das Redmi Note 5A? Jein, denn zwar ist die Kamera in der Tat nicht mit höherwertigen Mittelklasse-Modellen vergleichbar, für die Preisklasse des Redmi Note 5A – und das sollte man schließlich berücksichtigen – aber überdurchschnittlich. Zumindest an sonnigen Tagen knipst das Gerät von Xiaomi durchaus ansehnliche Fotos, die man gerne über Messenger oder soziale Netzwerke teilt.

Dem kritischen Blick am PC-Monitor halten sie natürlich nicht stand und offenbaren dann rasch die Eingriffe der Software – durch Weichzeichnungsfilter fehlt es im Feinbereich an Details.
Der Autofokus arbeitet verhältnismäßig fix für den Einstiegsbereich, die pfeilschnelle Fokussierung von höherwertigen Geräten darf man aber eben nicht erwarten. So sollte man eben mit den richtigen Erwartungen die Kamera des Xiaomi Redmi Note 5A herangehen. Dann wartet womöglich sogar eine positive Überraschung.

Bei schwächerem Licht wird es dann relativ schnell kritisch für das Redmi Note 5A und aus Verzweiflung holzt die Software aggressive Filter raus, um des Rauschens Herr zu werden. Das sieht man auch an unseren Beispielbildern schnell. Das ist aber eben bei einem Smartphone für ca. 100 Euro auch nicht anders zu erwarten.
Insgesamt ist die Kamera des Xiaomi Redmi Note 5A aber wirklich überdurchschnittlich, wenn man den Vergleich zu Geräten mit ähnlichen Preisen zieht.

Die Frontkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 fällt sogar noch eine Ecke positiver auf. Hier wollte man sicherlich den Bedürfnissen des asiatischen Marktes gerecht werden, in dem Selfies eine noch größere Rolle spielen als hierzulande. So sind die Ergebnisse hier eher mit Mittelklasse-Smartphones vergleichbar, wodurch sich das Xiaomi Redmi Note 5A ähnlich wie das Oukitel U11 Plus für Selfie-Liebhaber empfiehlt, die knapp bei Kasse sind. Letzteres bietet an der Vorderseite allerdings für die Frontkamera auch noch einen eigenen Blitz – darauf verzichtet das Xiaomi Redmi Note 5A. Die Selbstportraits sind aber definitiv sehr vorzeigbar, wenn man ein besseres Motiv ablichten kann als wir. Technisch übertrifft man hier jedenfalls deutlich die Qualität, mit der wir für 100 Euro gerechnet hätten.

André Westphal

Redakteur

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