Chuwi LapBook Air im Test: Designer-Notebook für Einsteiger - Seite 4

Mobil-PC mit 14,1"-Display, 1080p und 8 GByte RAM für unter 400 Euro

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Praxistest

Das Chuwi LapBook Air nutzt einen Bildschirm mit 14,1 Zoll Diagonale und 1920×1080 Bildpunkten. Leider ist die Ausleuchtung sichtbar ungleichmäßig, was man bereits nach dem Start aber auch im laufenden Betrieb erkennt. Beim Start sind die Lichthöfe an den oberen und unteren Rändern unverkennbar. Im laufenden Betrieb ist dies weniger auffällig, es sei denn man zeigt über das gesamte Bild vorwiegend dunkle Inhalte an. Ein Manko ist die ungleichmäßige Ausleuchtung jedoch definitiv.

Im Alltag kamen wir übrigens mit einer Akkuladung beim Arbeiten mit Libre Office und Affinity Photo, einigen YouTube-Videos, etwas Gesurfe mit Google Chrome und allem drum und dran auf ca. sechs Stunden kontinuierliche Betriebsdauer. Zu erwähnen ist, dass wir die Helligkeit relativ niedrig einstellten – nur auf 25 % – was uns dicke ausreichte.

Die Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung ist groß genug, um daran auch längere Texte angenehm zu tippen. Der Anschlag ist recht leicht und auch wenn das Plastik der Keys sich haptisch gerne etwas hochwertiger anfühlen könnte, passt das Gesamtbild durchaus. Auch das Touchpad tut, wie bereits anfangs erwähnt, besser seinen Dienst als erwartet. Physische Tasten für Links- und Rechtsklick fehlen zwar leider, aber auch mit Gesten und passendem Antippen des Taps gelingt die Bedienung.

Chuwi kann beim LapBook Air hingegen leider nicht mit den Lautsprechern punkten. Jene quäken blechern vor sich hin, so dass man sich schnell Kopfhörer oder einen Bluetooth-Lautsprecher herbeiwünscht. Bezahlt machen sich im Nutzungsalltag hingegen die 8 GByte RAM, welche in dieser Preisklasse als Ausnahme gelten.

So konnten wir dank des ausreichenden Arbeitsspeichers solide mit Affinity arbeiten und auch solide zwischen Chrome, Libre Office, Paint und Co. wechseln. Nur wenn man viele Brower-Tabs gleichzeitig offen hat oder mehr als zwei Programme gleichzeitig beackert, wird es haarig. Blitzschnell läuft das Chuwi LapBook Air nicht, aber das kann man zum ausgerufenen Preis auch schlichtweg nicht erwarten.

Startmenü am Chuwi LapBook Air

Der betagte Intel Celeron N3450 erstickt weiterführende Ambitionen nämlich im Keim. Selbst für Gelegenheitsspiele ist das Chuwi Lapbook Air also ungeeignet. Nun gut, wer mal eben ein Adventure wie „Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall“ zocken möchte, der kommt mit dem LapBook Air noch hin. Alles Weitere, selbst beispielsweise die simpel gestrickten Telltale-Games, überfordern den passiv gekühlten Prozessor jedoch.

Abstürze oder sonstige Auffälligkeiten blieben am Chuwi LapBook Air aus. Nicht möglich war es uns hingegen, trotz Herunterladens des deutschen Sprachpakets in Windows 10 Deutsch als Standardsprache festzulegen. Es sieht danach aus, als ob dafür eine komplette Neuinstallation notwendig ist. Updates zog sich das Notebook wiederum problemlos und auch das letzte Herbst-Update (Windows 10 Fall Creators Update) wanderte ohne Murren auf das LapBook Air.

André Westphal

Redakteur

2 Antworten

  1. MiniMax sagt:

    Bei dem aufgerufenen Preis von unter € 300 darf man eigentlich nicht meckern über solch ein Notebook. Aber es ist halt dementsprechend grenzwertig:
    Die CPU Celeron N3450 ist heutzutage unterste Grenze des Erträglichen, wenn überhaupt. Und da helfen auch die erfreulichen 8 GB RAM nicht viel weiter.
    Leider muß man praktisch doppelt so viel ausgeben (um € 500), um etwas wirklich Besseres von den kleineren China-Anbietern zu bekommen. Z.B. das Cube Thinker i35, das immerhin eine Core m3-7Y30 CPU hat und gleich vom Start weg eine „richtige“ SSD mit 256 GB. Und vor allem mit dem de facto Surface Display ein viel besseres Display.
    Mir scheint es übrigens so, als ob beide Geräte vom gleichen Hersteller entwickelt wurden und hergestellt werden. Selbst das recht hohe Gewicht ist bei beiden das Gleiche.

  2. MiniMax sagt:

    Das von den allgemeinen Eigenschaften recht ähnliche Teclast F7 Notebook wiegt übrigens nur 1,39kg.

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