Intel lagert Fertigung einiger CPUs aus

Outsourcing von Atom CPUs & Chipsätzen, voraussichtlich zu TSMC

Nach einem Bericht aus Taiwan wird Intel aufgrund anhaltend hoher Nachfrage, die nicht ausreichend bedient werden kann, einige seiner CPUs und Chipsätze außer Haus fertigen lassen. Bislang kamen fast 100 Prozent der Intel-Chips aus den eigenen Fabriken, aber da sogar Xeon und Core CPUs mit hohen Gewinnspannen knapp werden, musste Intel wohl entsprechende Maßnahmen ergreifen.

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Quellen bei asiatischen Zulieferern berichten, dass es sich bei dem Outsourcing vorwiegend um Einsteigerprodukte wie Intel Atom Prozessoren und die entsprechenden Chipsätze dreht.

Intel selbst wollte dazu nicht Stellung nehmen, hatte aber vor einigen Wochen endlich auch selbst zugegeben, dass ihre CPUs aufgrund der hohen Nachfrage in allen Marktsegmenten knapp werden. Dazu wurden die Investitionen in die eigene 14-Nanometer-Fertigung um eine Milliarde US-Dollar aufgestockt. Außerdem wurde gemeldet, dass Einsteiger-Chipsätze wie der Intel H310 statt in der üblichen 14-nm-Technik sogar wieder in der 22-nm-Struktur gefertigt werden sollen, damit mehr Produktionskapazitäten in der 14-nm-Fertigung frei werden für CPUs.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Einsteiger-PCs und IoT-Geräten (Internet of Things) soll ein Teil der Produktion nun also ausgelagert werden, damit sich Intels eigene Chip-Fabriken auf die Prozessoren mit höheren Gewinnspannen konzentrieren können. Nach Ansicht der Quellen sei aktuell lediglich TSMC in der Lage, Intel die entsprechenden Produkte zu liefern. Die Gespräche von Intel und der „Taiwan Semiconductor Manufacturing Company“ wurden bereits Mitte dieses Jahres aufgenommen. Der Bericht nennt nicht explizit TSMC als den von Intel auserwählten Auftragsfertiger, aber momentan scheint dies die einzig gangbare Lösung für Intel zu sein. Zumal TSMC mehrjährige Erfahrung aus Aufträgen u.a. von AMD, Nvidia und Apple mitbringt. Außerdem hatte TSMC bereits vor einigen Jahren SoC auf Basis der Intel Atom Architektur hergestellt.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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