Intel gibt endlich zu: CPUs sind knapp

Nachfrage wurde unterschätzt, vor allem im Bereich der Xeon Modelle

In einem offenen Brief an seine Partner und Kunden hat der derzeitige Intel-Chef Bob Swan zugegeben, dass der Hersteller momentan nicht genug CPUs liefern könne wie gewünscht. Gründe seien die enorm angestiegene Nachfrage im Business-Bereich bzw. von Rechenzentren und ein unerwartetetes Wachstum im Markt der Desktop-PCs – das erste Mal seit 2011.

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Das habe die Chip-Fabriken von Intel unter Druck gesetzt und der Nachschub leidet, aber man erwartet keine negativen Auswirkungen auf die finanziellen Ergebnisse und man habe inzwischen Gegenmaßnahmen eingeleitet. Aktuell haben die Xeon und Core Prozessoren von Intel Priorität bei der Herstellung, um das High-Performance-Segment des Marktes zufrieden zu stellen. Die geplanten Investitionen in die Fertigung wurden von 14 auf 15 Milliarden US-Dollar aufgestockt, um die Produktionskapazitäten in den 14-Nanometer-Fabs in Oregon, Arizona, Irland und Israel auszubauen und damit auch andere Marktbereiche wie den Einsteigerbereich (Celeron und Pentium) zu befriedigen.

Außerdem merkte Bob Swan an, dass Intel beim 10-Nanometer-Prozess Fortschritte macht. Die Chip-Ausbeute bei der 10-nm-Fertigung werde besser und man erwarte weiterhin, dass die Massenproduktion (von „Ice Lake“) im nächsten Jahr aufgenommen werden kann. Dies werde auch Druck von der 14-nm-Fertigung nehmen.

Quelle: Intel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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