Tesoro Zone X im Test: Gaming-Stuhl der oberen Mittelklasse - Seite 2

Für 250 Euro bekommen Spieler fast alles, was das Herz begehrt

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Ausstattung & Verarbeitung

Die Verarbeitung der einzelnen Bauteile wirkt beim Tesoro Zone X größtenteils hochwertig. So arbeitet man mit einem Stahlrohrrahmen und speziell die Konstruktion des Ständers wirkt sehr robust. Man verwendet Kaltschaumpolster mit mittlerer Härte, um für einen möglichst breiten Adressatenkreis einen bequemen Sitz zu ermöglichen.

Die Lehne ist bis zu 135° nach hinten neigbar, so dass man bei der extremsten Einstellung fast Angst bekommt, nach hinten wegzukippen. Aufgrund des schweren Metallständers passiert das aber glücklicherweise nicht so leicht.
Die Armlehnen sind an der Sitzfläche verschraubt und setzen ebenfalls auf Metallstreben.
Insgesamt bietet Tesoro hier also eine sehr robuste und hochwertige Konstruktion mit viel Metall, so dass man auch eine gute Langlebigkeit erwarten sollte. Man setzt im Übrigen auf eine stufenlose Wippmechanik.

Das Lendenkissen und das Nackenkissen werden über elastische Bänder befestigt, die sich jederzeit leicht über einen einfachen Verschluss öffnen lassen. So kann man sie je nach Bedarf auch weglassen oder abnehmen, um sie leichter zu reinigen. Speziell das Nackenkissen dürften viele Anwender wohl eher in den Schrank legen, da es in unserem Fall bei 190 cm Größe auf Schulterhöhe lag und den Sitzkomfort eher störte. Auch eine höhere Platzierung erschien uns suboptimal – durch das elastische Band kann man das Kissen ja auch eigenmächtig anders anbringen. Wir verzichteten aber letzten Endes auf das obere Polster.

Gut gefällt uns das für einen Gaming-Stuhl schlichte Design des Tesoro Zone X. Vorne prangt nur das Logo des Unternehmens, hinten wird es von einem Schriftzug begleitet. Das Gros ist aber einfach in schwarzem Kunstleder gehalten – keine auffälligen Muster oder Verzierungen. Dadurch macht der Zone X auch als normaler Bürostuhl eine gute Figur.

Die fünf Rollen aus Nylon mit jeweils 6 cm Durchmesser sind sehr leichtgängig und ebenfalls sauber verarbeitet. Der Tesoro Zone X stand bei uns im Test stets sehr stabil und kippelte auch beim Zocken nicht. Bemängeln könnte man allenfalls das Spiel der Armauflagen: Die oberen Plastikflächen lassen sich auch im eingerasteten Zustand leicht zum Wackeln bringen und klappern dann. Dafür muss man aber schon selbst herumrütteln. Rollt man mit dem Stuhl, passiert dies nicht von alleine.

Auch wäre die Kür gewesen, wenn die Armlehnen gepolstert gewesen wären, statt nur eine harte Plastikauflage zu bieten. Das hätte die Ergonomie noch erhöhen können. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau: Die Verarbeitung des Tesoro Zone X hat uns sehr gefallen.

André Westphal

Redakteur

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