Wavemaster Cube Mini Neo im Test: Guter Stereo-Klang für wenig Geld - Seite 4

Nachfolger der Cube Mini Bluetooth-Lautsprecher können überzeugen

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Der Klang

Unterschiede offenbaren sich an den Wavemaster Cube Mini Neo dahingehend im Klang, dass es schon etwas ausmacht, ob man etwa die analogen Anschlüsse nutzt, via Optical zu Werke geht oder per Bluetooth ein mobiles Endgerät verbindet. So gibt es bei analogen Verbindungen ein leichtes Grundrauschen, das bei den anderen Verbindungsarten komplett ausbleibt. Wir denken aber, dass die meisten Anwender, die sich für die Cube Mini Neo interessieren, ohnehin auf eine digitale Verbindung setzen werden – die analogen Ports betrachten wir daher mehr als Bonus. So haben wir uns dann auch vorwiegend auf den Klang in Verbindung mit der Wiedergabe über mobile Endgeräte beschäftigt.

Leider fehlt hier Unterstützung für aptX oder AAC, sodass via Bluetooth lediglich SBC genutzt wird – schade, da macht sich der Preis bemerkbar. Auch ist seltsam, dass Wavemaster ab Werk den Loudness-Modus scharf schaltet, was zunächst zu dem Eindruck führt, die Bässe wären viel zu dominant. Jenen Modus sollte man also bei der ersten Betriebnahme zunächst deaktivieren. Auch nach der Deaktivierung sind die Bässe immer noch kräftig, das Klangbild wird aber deutlich ausgewogener. Zumal es ja die im letzten Abschnitt erwähnten Anpassungsoptionen über die Remote gibt. Empfehlen müssen wir hier aufgrund des Bassreflex-Aufbaus die wandnahe Aufstellung mit ca. 20 cm. Abstand zur Wand.

Bässe können die Cube Mini Neo also, als Schwäche kann man, nicht ungewöhnlich in dieser Preisklasse von Multimedia-Lautsprechern, die Mitten ausmachen. Wir haben da einige Rocksongs durch die Boxen gejagt, etwa Steven Wilson mit „Harmony Korine“ und da zeigen sich die Schwächen gnadenlos. Auch bei akustischer Musik wie Angus & Julia Stone mit „Santa Monica Dream“ ist dies zu vermerken. Allerdings sollte erwähnt sein, dass wir hier nicht von einem totalen Absturz sprechen – lediglich etwas fehlender Transparenz und Dynamik.

Ab Werk werden die Höhen der Wavemaster Cube Mini Neo recht spitz dargestellt, sodass man durchaus am Treble herumspielen darf, um diese etwas zurückzunehmen. Aufgefallen ist uns das besonders bei Shoegaze-Liedern wie Airiel mit „Cinnamon“, das ohne Zurücknehmen des Trebles mit seiner Wall of Sound unangenehm klirrte.

Im Gesamtbild liefern die Wavemaster Cube Mini Neo aber einen guten Eindruck ab, den wir für diese Preisklasse sogar als überdurchschnittlich stehen lassen können. Es lassen sich kleine bis mittelgroße Zimmer sauber beschallen und hat man den Treble etwas reduziert, bietet sich auch bei höheren Lautstärken eine breite Bühne und ein verzerrungsfreier Klang.

André Westphal

Redakteur

1 Antwort

  1. Danke für diese allgemeinen Infos. Liebte es

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