Anker PowerLine USB-C-auf-DC-Kabel im Kurztest

Flexiblere Aufladeoptionen für Notebooks

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Anker hat ein neues Kabel veröffentlicht, das Besitzern von Notebooks aushelfen soll, die Ladegeräte mit USB Typ-C verwenden und ihr Notebook gerne ankoppeln würden – aber keine Möglichkeit haben, weil das jeweilige Notebook einen DC-Anschluss zur Stromaufnahme verwendet. Wir haben uns das Kabel für einen kurzen Bericht angeschaut.

Einführung

Die Frage ist: Wer benötigt ein Kabel, wie das Anker PowerLine USB-C-auf-DC-Kabel? Nun, ein derartiges Kabel kann praktisch sein, wenn ein entsprechendes Ladegerät mit der notwendigen Leistung und einem Port für USB Typ-C Verwendung findet. Als Beispiel könnte man da z.B. Ankers eigenes Anker PowerPort 5-Port USB-C Ladegerät mit 60 Watt nennen. Grundsätzlich gibt es da aber eine schier endlose Auswahl.

Derartige Ladegeräte sind natürlich praktisch, wenn man auf Reisen ist oder an einer Steckdose nicht für jedes Gerät, das man aufladen möchte, einen eigenen Stecker ankoppeln möchte. Stattdessen hat man eben ein Gerät am Netz, das mehrere Anschlüsse bietet. Im Bezug auf mobile Endgeräte, Wearables wie Smartwatches und True-Wireless-Kopfhörer oder sogar viele aktuelle Kameras, ist das eine saubere Lösung. Schlecht sieht es aber mit Notebooks aus. Die setzen größtenteils noch auf unterschiedliche, proprietäre DC-Ports.

Und da hat dann eben das Anker PowerLine USB-C-auf-DC-Kabel seinen Auftritt. Es unterstützt auch „Fast Charging“ bzw. die Aufladung mit maximal 65 Watt. Anker weist aber auch darauf hin, dass das Kabel nur mit einem Ladegerät Verwendung finden soll, das „Power Delivery“ mit 20 Volt unterstützt. Zudem ist das Kabel nur für Laptops geeignet, die mit 18 bis 22 Volt operieren.

Kurzer Praxis-Eindruck

Anker legt dem Kabel insgesamt vier Adapter bei, es gibt aber zwei Ausführungen: Beide kosten 15,99 Euro. Eine eignet sich nur für Notebooks von HP (hier zu finden), die andere ist für zahlreiche Modelle von Lenovo gedacht (hier zu finden) – aber nicht alle. Bei Interesse geht man also zunächst die Kompatibilitätsliste durch. Dennoch passt das Kabel eben nicht an alle Notebooks, denn es gibt immer noch Hersteller, die abweichende Ladeanschlüsse nutzen – Lenovo etwa für seine Yoga-Modelle. Wir konnten das Kabel etwa nicht an ein treues Lenovo Yoga 3 11 anschließen. Vor dem Kauf sollten Interessierte also kontrollieren, ob ihr Notebook wirklich über einen regulären DC-Anschluss verfügt.

Ist dies der Fall, dann funktioniert das Aufladen mit Ankers Kabel tadellos – passendes Ladegerät vorausgesetzt. Dank der geflochtenen Ummantelung macht das Kabel einen hochwertigen Eindruck und durch den integrierten, kleinen Kabelbinder mit Klettverschluss lässt es sich leicht wieder zusammenrollen und verstauen.

Das obige Bild zeigt, welche Adapter Anker dem Kabel ab Werk beilegt. Das Kabel selbst ist 190 cm lang.
Ist die Kompatibilität zum Notebook der Wahl gegeben, dann lädt das jeweilige Gerät genauso schnell und zuverlässig wie mit dem Netzteil des Herstellers.

Fazit

Anker liefert mit seinem PowerLine USB-C-auf-DC-Kabel ein sehr gut verarbeitetes Kabel ab, das vielleicht manchem Anwender das Aufladen seines Notebooks erleichtert, da unterwegs eine kompatible Powerbank mit Power Delivery (20 Volt) genügt bzw. kompatible Ladegeräte nun neben mobilen Endgeräten auch das Notebook versorgen können. Das hebelt die oftmals etwas nervigen, proprietären DC-Ports aus.

Wer Interesse hat, sollte aber vorher unbedingt prüfen, ob sein Notebook auch zum Kabel von Anker kompatibel ist und nicht zu viel Leistung benötigt, oder aber auf einen Anschluss setzt, für den kein Adapter beiliegt – vier sind hier enthalten. Insgesamt liefert Anker hier aber ein schnörkelloses Produkt ab, das ein wenig Komfort beim Aufladen mit sich bringen kann – nur der Preis ist leider mit 15,99 Euro aus unserer Sicht etwas hoch angesetzt.

Kleiner Hinweis am Rande: Es gibt auch eine abweichende Variante zum gleichen Preis, die für die Lenovo Ideapad, Chromebook und Yoga-710 Serie geeignet ist.

André Westphal

Redakteur

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