Intel plant „Tiger Lake-H“ für Anfang 2021

Neue Mobil-CPUs mit 8 Kernen für normale & Gaming-Notebooks

Bekanntlich plant Intel in einem Monat neue Mobilprozessoren vorzustellen und dabei wird „Tiger Lake-U“ erwartet aus der 10-nm-Fertigung mit neuer Mikroarchitektur und Intel Xe Grafikeinheit. Diese sind für flache und leichte Notebooks gedacht, aber jetzt wurden Informationen über „Tiger Lake-H“ gefunden, den leistungsfähigeren Versionen für normale und auch Gaming-Laptops.

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Während „Tiger Lake-U“ genau wie der vor einem Jahr eingeführte Vorgänger „Ice Lake-U“ mit lediglich vier Kernen kommt, wird dafür aber die „Willow Cove“ statt der altbekannten ‚Skylake‘ Mikroarchitektur verwendet und wie erwähnt eine neue integrierte Grafikeinheit basierend auf der neuen Intel Xe Grafikarchitektur. Intel „Tiger Lake-H“ dagegen ist für ein anderes Marktsegment gedacht und bringt dafür mehr Kerne mit und erlaubt auch höhere „Thermal Design Power“ (TDP), da normal dicke Notebooks oder Gaming-Laptops mit größeren Akkus ausgestattet sind und die Kühlung einfacher umzusetzen ist als besonders flache und leichte Modelle. Außerdem sind letztere bekanntlich mehr für unterwegs und auf lange Akku-Laufzeiten ausgelegt.

Im bereits im Mai diesen Jahres veröffentlichten Jahresbericht (PDF) des taiwanischen Notebook-Herstellers Compal Electronics, der Laptops für Acer und andere Marken produziert, wurde nun gefunden, dass Intel „Tiger Lake-H“ mit acht Kernen für das erste Quartal nächsten Jahres plant. Außerdem wird dabei erwähnt, dass Intel für 2021 keine neuen Prozessoren mehr aus der 14-Nanomter-Fertigung bringen wird, sondern dann komplett auf die 10-nm-Technik vertraut. Intel hatte kürzlich erst offiziell erklärt, dass die ersten Desktop-CPUs aus der 10-nm-Produktion (Alder Lake) im Herbst 2021 kommen sollen.

All dies und insbesondere „Tiger Lake-H“ wird dahingehend gedeutet, dass sich die Chip-Ausbeute bei Intels 10-nm-Herstellung signifikant verbessert hat, nachdem „Ice Lake“ und die 10-nm-Desktop-CPUs immer weiter verschoben wurden. Intel hat sich bei den 10-Nanometer-Produkten bislang auf relativ kleine bzw. höherpreisige Nischenmärkte beschränkt und bietet außerdem neben „Ice Lake“ auch noch anderen Mobilprozessoren der „Comet Lake“ Serie aus der 14-nm-Fertigung an, um die Nachfrage nach seinen 10-nm-CPUs etwas einzudämmen.

Quelle: momomo_us @ Twitter

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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