Nvidia: Es liegt nicht nur an den Chips

Auch Substrate & Komponenten tragen zur mangelnden Verfügbarkeit bei

Die nicht ausreichende Verfügbarkeit der GeFoce RTX 30 Grafikkarten auf Basis der neuen ‚Ampere‘ Architektur ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Nvidia hatte sich bereits entschuldigt und gemahnt, dass es vor dem nächsten Jahr nicht besser wird, aber jetzt erklärte die Finanzchefin, dass es nicht nur an mangelnden Grafikchips liegt, sondern auch an anderen Teilen der Grafikkarten.

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Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Technologiekonferenz der „Credit Suisse“, einer global tätigen Schweizer Großbank, erklärte die oberste Finanzchefin von Nvidia, Colette Kress, auf entsprechende Fragen: „Wir haben zwar Lieferbeschränkungen und unsere Lieferbeschränkungen gehen über das hinaus, was wir in Bezug auf Wafer und Silizium sehen, aber ja, einige Einschränkungen gelten für Substrate und Komponenten. Wir arbeiten während des Quartals weiter an unserem Angebot und glauben, dass die Nachfrage im vierten Quartal wahrscheinlich das Angebot für das gesamte Gaming übersteigen wird.

Damit nimmt Nvidia Fertigungspartner Samsung, der die ‚Ampere‘ Grafikchips in 8-Nanometer-Technologie, herstellt, etwas aus der Verantwortung, denn offenbar fehlt es auch an anderen Komponenten für mehr GeForce RTX 3060 Ti, RTX 3070, RTX 3080 und RTX 3090 Grafikkarten. Welche Teile dies genau sein sollen, verriet die Finanzchefin allerdings nicht. Es könnte sich um den erstmals verwendeten GDDR6X-Grafikspeicher handeln, aber auch andere Faktoren könnten hier eine Rolle spielen.

Colette Kress wiederholte auch nochmals die Prognose ihres Chefs. Nvidia-Gründer Jensen Huang hatte bereits Anfang Oktober erklärt, dass GeForce RTX 3080 und 3090 noch bis mindestens Anfang 2021 klapp bleiben werden. Damals hatte er es aber auf die unerwartet hohe Nachfrage geschoben. Nun liegt es laut seiner Finanzchefin auch an anderen Komponenten, die zudem Monate im voraus eingeplant und bestellt werden müssten. Damit ist bereits klar, dass dies nicht kurzfristig behoben werden kann. Sie meinte dann auch weiter: Wir gehen davon aus, dass es wahrscheinlich ein paar Monate dauern wird, bis die Nachfrage aufgeholt ist, aber derzeit ist es für uns wirklich schwierig zu quantifizieren. Daher konzentrieren wir uns weiterhin darauf, unsere Teile für diese sehr wichtige Weihnachtszeit auf den Markt zu bringen. Jeden Tag verbessern sich die Dinge weiter. Vor Ende des Quartals können wir jedoch weitere Informationen bieten.

Dass Nvidia mit Hochdruck daran arbeitet, mehr Grafikkarten auf den Markt zu bringen, ist verständlich und zu erwarten, aber das geht leider nicht so schnell. Immerhin will man uns auf dem Laufenden halten.

Quelle: Credit Suisse 24th Annual Technology Conference Webcast

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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