Diese Rolle spielt Cybersecurity beim Gaming

Laut dem Bundesverband für Interaktive Unterhaltungssoftware spielen ca. 29,3 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig am Computer. Den meisten geht es dabei darum, Spaß zu haben und sich zu entspannen, während der Gedanke an Sicherheitsvorkehrungen oft in den Hintergrund rückt. Wichtig sind den Spielern also gute Ping-Zeiten, stabile Internetverbindungen und moderne Spielwelten mit realistischen visuellen und auditiven Effekten. Jedoch lauern auch in der Gaming-Welt viele Gefahren, die man nicht vernachlässigen sollte.

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Diese Gefahren lauern beim Gaming

Eigentlich sollte man sich online genau so vorsichtig und umsichtig verhalten wie im richtigen Leben. Schließlich würde man auch nicht losgehen und Wildfremden einen Zettel mit den eigenen persönlichen Daten in die Hand drücken, oder nachts in den dunkelsten Ecken der Stadt herumlungern. Doch leider sind im Netz viele immer noch zu leichtsinnig, vor allem auch, wenn es um Gaming geht. In diesem Abschnitt erfahrt ihr, welchen Gefahren ihr dort begegnen könnt.

Phishing-Angriffe werden immer professioneller

Von Phishing-Mails haben wohl die meisten von uns schon mal etwas gehört. Dabei handelt es sich um Mails, mit denen die Opfer auf Internetseiten gelockt werden, auf denen sie sich Malware auf ihr Gerät holen und wichtige persönliche Daten für die Cyber-Kriminellen sichtbar machen. Doch egal, wie viel wir mittlerweile schon davon gehört haben, es fallen immer noch genügend Menschen auf Phishing-Mails herein. Woran das liegt? Wohl in erster Linie daran, dass die Hacker, die hinter den Phishing-Angriffen stecken, immer raffinierter im Fälschen werden. Das heißt, sowohl die E-Mails, die als Lockmittel eingesetzt werden als auch die Webseiten, auf die weitergeleitet wird, sehen sehr professionell und täuschend echt aus. Es ist also wirklich gar nicht so einfach, Phishing-Mails von anderen zu unterscheiden.

Social Engineering – Gamer sind oft eine beliebte Zielscheibe

Auch Social Engineering Angriffe lassen sich bei Zockern meist sehr leicht durchführen. Kriminelle nehmen gerne Kontakt mit Spielern auf und geben sich als Moderatoren, Gamemaster oder auch Mitarbeiter von Spielehersteller-Firmen aus. Als solche geben sie vor, dringend die Account-Daten eines Gamers zu benötigen, da es darum ginge, einen Konflikt zu klären oder die Kontoinformationen zu aktualisieren.
Gerade, wenn ihr in einem beliebten Online-Spiel einen langjährigen Account besitzt, dort schon auf einem hohen Level seid und viele Items besitzt, kann es passieren, dass Hacker es auf euer Spielerkonto abgesehen haben, um es dann weiterzuverkaufen. Das mag dem ein oder anderen jetzt vielleicht als kleines Übel erscheinen, doch echte Zocker wissen, wie viel Zeit und Geld in solchen Accounts stecken können.

Beim Zocken tritt die Sicherheit oft in den Hintergrund

Wer schon einmal so richtig in ein Spiel vertieft war, der weiß, dass man dabei so einiges ausblendet. Plötzlich zählt nur noch eins: die beste Spiel-Performance und eine schnelle Internetverbindung. So kommt es immer wieder vor, dass Gamer beim Zocken ihre Virenschutzprogramm ausschalten, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Das ist allerdings alles andere als eine gute Idee. Ist der Virenschutz einmal deaktiviert, gibt es nichts mehr, was euch vor Angriffen aus dem Netz schützen kann.

So könnt ihr euch vor Angriffen beim Gaming schützen

Um es den Cyber-Kriminellen so schwer wie möglich zu machen, euren PC anzugreifen, solltet ihr ein paar Sicherheitsmaßnahmen beherzigen.

Mehr Sicherheit und Anonymität dank VPN

Ein VPN bringt euch ein ganz neues Level an Sicherheit. Zum einen wird euer gesamter Datenverkehr durch einen verschlüsselten Tunnel übertragen, sodass niemand eure Online-Aktivitäten verfolgen kann. Zum anderen wird auch eure IP-Adresse für andere Spieler nicht sichtbar, sondern stattdessen nur die des VPN-Servers, über den ihr spielt. Personen, die eure IP-Adresse haben, können einiges über euch herausfinden, was vor allem für Hacker ein gefundenes Fressen ist.
Falls ihr übrigens selbst einmal eure IP-Adresse benötigt, könnt ihr diese herausfinden, indem ihr in die Browserzeile „Wie ist meine IP“ eingebt.

Ein gutes Antiviren-Programm nutzen

Bei allen Tätigkeiten im Netz leistet euch ein Virenschutzprogramm gute Dienste. Auch Gaming ist hier keine Ausnahme. Wie bereits erwähnt, lauern auch hier einige Gefahren, die dank einer guten Antiviren-Software oft erfolgreich abgewehrt werden können. Viele dieser Programme bieten auch einen Spielmodus an, der dafür sorgt, dass die Prozessorlast gesenkt wird und auch dafür, dass während des Zockens keine Software-Benachrichtigungen angezeigt werden. So müsst ihr euch keine Sorgen mehr machen, dass der Virenschutz euch ausbremsen könnte.

Sichere Passwörter für alle Accounts nutzen

Auch für Gaming-Accounts gilt, dass ein sicheres Passwort die halbe Miete ist. Zahlenkombinationen wie „12345678“ oder der Begriff „Passwort“ sind alles andere als sicher und können von Hackern leicht geknackt werden. Auch Passwörter, die einen persönlichen Bezug enthalten, wie zum Beispiel Namen oder Geburtsdaten sind keine gute Idee. Ein sicherer Code sollte mindestens zwölf Zeichen lang sein und Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten. Außerdem sollte er für jeden Account einzigartig sein.

Zwei-Faktor-Authentifizierung als Absicherung

Viele Dienste, darunter auch Online-Spiele bieten mittlerweile die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Das bedeutet, es genügt nicht mehr, wenn das korrekte Passwort eingegeben wird, sondern zusätzlich wird auch noch ein Code an das Handy oder ein anderes verknüpftes Gerät gesendet. Dieser Code ist nur einmalig und für einen bestimmten Zeitraum gültig.

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