Huawei: US-Sanktionen werden auch unter Joe Biden bestehen bleiben

Kommende Handelsministerin sieht keinen Grund für eine Kursänderung

Wir hatten gestern schon angedeutet, dass es für den chinesischen Hersteller Huawei langsam eng wird: Zwar will das Unternehmen im kommenden Mate X2, einem neuen Foldable, wieder den High-End-Chip Kirin 9000 verwenden, doch dem Hersteller gehen diesbezüglich die Reserven aus. So kann Huawei aktuell keine neuen Chips bei Auftragsfertigern bestellen, weil jene nicht mit Huawei handeln dürfen, wenn sie US-Technologien verwenden. Und das ist bei allen großen Zulieferern aus diesem Bereich der Fall.

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Laut einem neuen Bericht von Bloomberg werde es da für Huawei auch keine Erleichterung geben. Zwar wurden die aktuellen Sanktionen unter der Trump-Regierung eingeführt, auch das Team seinem Nachfolger als US-Präsidentem, Joe Biden, sieht aber keinen Anlass Huawei nun von der schwarzen Liste zu streichen. Die zur Handelsministerin nominierte Gina Raimondo gab jedenfalls zu Protokoll, dass sie aktuell „keinen Anlass“ sehe, um chinesische Unternehmen anders einzustufen. Auf Huawei nahm die Politikerin zwar nicht individuell Bezug, allerdings erlaubt die Aussage nicht unbedingt rosige Prognosen.

Huawei hat als Konsequenz der drastischen Sanktionen, die mit einer Gefährdung der nationalen Sicherheit von den USA begründet wurden, unter anderem bereits seine Tochter Honor verkauft. Derzeit gibt es sogar Gerüchte, laut denen Huawei auch über den Verkauf der P- und Mate-Marken nachdenken solle.

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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