Samsung will Ray-Tracing an mobilen Endgeräten ermöglichen

Der kommende Exynos 2200 mit AMD-GPU biete die notwendige Leistung

Ray-Tracing ist im PC-Bereich für aktuelle und besonders leistungsfähige Grafikkarten ein Feature. Dadurch kann besonders realistische Beleuchtung dargestellt werden. Auch die aktuellen Spielekonsolen Sony PlayStation 5 und Xbox Series X|S beherrschen dieses Feature. Allerdings ist Ray-Tracing extrem leistungshungrig und kommt deswegen nur bei ausgewählten Titeln zum Einsatz. Samsung will nun einen Schritt weiter gehen. Im chinesischen Social Network Weibo haben die Südkoreaner bestätigt, dass die GPU des kommenden Exynos 2200 Ray-Tracing beherrschen und damit ins mobile Segment hieven werde.

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Bekanntermaßen setzt Samsung für sein kommendes SoC auf eine GPU aus dem Hause AMD auf Basis der Architektur RDNA 2. Auf dieser Architekur basieren auch die aktuellen Radeon-Grafikkarten des Herstellers sowie die GPUs der PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Da ist es also durchaus naheliegend, dass man Ray-Tracing auch ins mobile Segment schiebt, wenn die technische Basis gegeben ist. Allerdings muss man dazu sagen, dass auch die Spiele aktiv Ray-Tracing einbinden müssen. Hier muss man also erst einmal abwarten, welche Entwickler Samsung da wird überzeugen können.

Da Ray-Tracing die GPU stark belastet, dürfte dies zudem an mobilen Endgeräten deftig am Akku zehren und die Hitzeentwicklung ankurbeln. Hier ist also abzuwarten, wie Samsung bzw. der Exynos 2200 und dessen GPU das Feature am Ende wirklich einsetzen. Auch solle die Grafiklösung des Chips jedenfalls VRS (Variable Rate Shading) beherrschen. Dadurch ist es möglich, Objekte im Blick des Spielers mit höherer Detaildichte zu berechnen und Leistung einzusparen, indem Objekte im peripheren Sichtfeld qualitativ reduziert werden.

Alles in allem eine spannende Entwicklung. Als erste Smartphones werden wohl die Galaxy S22 2022 den neuen Exynos-Chip nutzen.

Quelle: Samsung (Weibo)

André Westphal

Redakteur

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