Motorola und Lenovo stellen den Smartphone-Verkauf in Deutschland ein

Streit um Patente ist verantwortlich

Motorola und Lenovo dürfen in Deutschland vorerst keine Smartphones mehr verkaufen. Wer etwa die Website von Motorola aufruft, entdeckt, dass dort jegliche Produktseiten der mobilen Endgeräte des Unternehmens entfernt worden sind. Dahinter steckt ein Streit um Patente, der mit dem US-amerikanischen Patentverwerter InterDigital läuft. Letztere hatten schon Anfang Mai 2024 ein Verkaufsverbot beim Landgericht München erstritten.

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Betroffen sind im Übrigen nicht nur Smartphones, sondern auch die Notebooks von Lenovo mit Mobilfunkmodems. Dieser Verkaufsstopp trifft neben privaten Endverbrauchern insbesondere B2B-Kunden, deren Mitarbeiter auf sichere, ständige Konnektivität abseits von öffentlichen WLAN-Netzwerken angewiesen sind. Flottenmanager lokaler Logistikunternehmen, mobile Event-Techniker und die IT-Sicherheitsbeauftragten internationaler Wettanbieter müssen bei künftigen Hardware-Bestellungen nun vorerst auf andere Hersteller ausweichen. Auf seiner Website weist Lenovo daher schon darauf hin, dass entsprechende Geräte nur noch abverkauft werden, solange der Vorrat reicht. Allerdings hat Lenovo bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Man unterstellt, dass die von InterDigital geforderten Lizenzgebühren für die Patente schlichtweg überhöht seien.

Am Ende wird sich der Rechtsstreit zwischen Lenovo / Motorola und InterDigital wohl noch so lange fortsetzen, bis man sich über die Höhe der Lizenzgebühren einigen kann. Wie lange dies noch dauern könnte, ist schwer zu sagen. Händler bieten betroffene Geräte von Lenovo und Motorola im Übrigen in Deutschland noch an, doch Nachlieferungen wird es eben nicht mehr geben, bis der Rechtsstreit beigelegt ist.

Quelle: WinFuture

André Westphal

Redakteur

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