USA beschließt rigide Regeln für den Export von KI-Technologien

Nur 18 Länder gelten als voll vertrauenswürdige Partner

Die aktuelle US-Regierung, noch unter Präsident Joe Biden, hat die Exportregularien für KI-Technologien deutlich verschärft. So stellt die USA nur noch 18 Ländern ohne Einschränkungen entsprechende Technologien und Produkte ohne Einschränkungen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Nationen, die als verlässliche und vertrauenswürdige Partner gelten. Darunter ist auch Deutschland.

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Betroffen sind von den strengeren Regeln natürlich vor allem Profiteure des KI-Booms, wie etwa Nvidia. Letztere haben dann auch direkt deutliche Kritik geübt und sprechen deutlich von „fehlgeleiteten“ Plänen. Das sogenannte „Export Control Framework for Artificial Intelligence Diffusion“. Hat auch weitere Unternehmen wie Oracle oder ganze Nationen verärgert, die eben nicht auf der Liste der vertrauenswürdigen Partner stehen.

Beispielsweise zählen zu den uneingeschränkt vertrauenswürdigen Partnern nicht Polen, Portugal oder die Schweiz. Diese sind nur in eine zweite Kategorie eingeordnet, die zumindest relativ leichten Zugang verheißt. Kritiker merken an, dass die USA mit den Exportbeschränkungen zudem sich selbst schade, da man einige Länder geradezu zwinge, sich anderweitig umzusehen – und z. B. somit in Chinas Arme treibe.

Unternehmen und Branchenverbände aus den USA fordern nun direkt, dass die kommende Trump-Regierung die AI-Diffusion-Regeln direkt wieder zurücknehmen sollte, um dem Wettbewerb nicht zu schaden. Allerdings gibt es da bislang noch keine Signale, dass die Regeln wieder komplett gekippt werden könnten. Man sollte also abwarten.

Quelle: Bureau of Industry and Security

André Westphal

Redakteur

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