AMD denkt wegen Speicherkrise über Neuauflage älterer Ryzen-CPUs nach

Steigende RAM-Preise könnten AM4-Plattform wieder beleben

Die anhaltenden Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher – insbesondere im Zeitraum von Ende 2025 bis Anfang 2026 – führen dazu, dass sich viele Anwender und Hersteller wieder verstärkt mit älteren Hardware-Plattformen beschäftigen. Vor allem DDR4-Speicher stellt aktuell eine deutlich günstigere Alternative zu DDR5 dar und macht bewährte Systeme erneut attraktiv.

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Im Rahmen einer Roundtable-Diskussion zur CES 2026 äußerte sich David McAfee, Vice President und General Manager Client Channel Business bei AMD, zu möglichen Plänen rund um ältere Ryzen-Prozessoren. Dabei ließ er durchblicken, dass AMD aktiv prüft, wie das AM4-Ökosystem erneut gestärkt werden kann.

Wörtlich erklärte McAfee, AMD schaue sich derzeit „sehr genau an, welche Möglichkeiten es gibt, mehr Angebot zu schaffen und Produkte erneut in das AM4-Ökosystem einzuführen, um die Nachfrage von Gamern zu bedienen, die ein spürbares Upgrade wünschen, ohne ihr gesamtes System neu aufbauen zu müssen“. Auf Nachfrage ergänzte er, dass dieses Thema bei AMD „sehr aktiv bearbeitet“ werde.

Ganz neu ist das Thema nicht: In den vergangenen Jahren hat AMD vereinzelt weiterhin Prozessoren auf Basis der Zen-3-Architektur veröffentlicht und zuletzt im Oktober 2025 mit Ryzen 10 und Ryzen 100 alte CPUs mit neuem Namen herausgebracht. Gleichzeitig sind jedoch besonders gefragte Modelle – etwa die bei Spielern beliebten Ryzen 7 5700X3D und 5800X3D – inzwischen kaum noch verfügbar. Eine gezielte Neuauflage oder Wiederaufnahme bestimmter SKUs könnte daher eine attraktive Lösung für preisbewusste Nutzer darstellen.

Sollte AMD tatsächlich zusätzliche AM4-Prozessoren neu auflegen oder wieder in größerem Umfang verfügbar machen, könnte dies dem Markt für günstige Gaming- und Upgrade-Systeme spürbaren Auftrieb geben. In Kombination mit preiswertem DDR4-Speicher und neuen Mainboards wäre AM4 damit auch 2026 noch eine relevante Plattform – insbesondere für Nutzer, die maximale Leistung pro Euro suchen und keinen Wechsel auf AM5 oder DDR5 planen.

Quelle: tomshardware.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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