Nvidia hat bestätigt, dass man sich der aktuellen Gaming-Probleme unter Windows 11 bewusst ist, die nach dem Januar-Update 2026 (KB5074109) aufgetreten sind. Obwohl die Ursache offenbar bei einem Windows-Update liegt, untersucht der GPU-Hersteller die Vorfälle aktiv. Besonders für Spieler ist die Situation ärgerlich, da das Update ursprünglich als „kleines“ Sicherheitsupdate angekündigt wurde.
Stattdessen berichten zahlreiche Nutzer von gravierenden Problemen. Dazu gehören schwarze Bildschirme beim Start von Windows, zurückgesetzte Desktop-Hintergründe sowie Grafikfehler und Performance-Einbrüche in Spielen. Besonders häufig werden Artefakte in Titeln wie „Forza Horizon 5“ genannt, etwa in Form von Rechtecken oder merkwürdigen Schatteneffekten. Auch ein spürbarer Verlust von 10 bis 20 FPS (Bilder pro Sekunde) sowie schlechtere 1-Prozent-Lows werden gemeldet.
In den Nvidia-Foren häufen sich entsprechende Beschwerden. Viele Anwender vermuteten zunächst einen Zusammenhang mit den ebenfalls im Januar veröffentlichten Nvidia-Treibern. Mittlerweile gilt jedoch das Windows-Update KB5074109 als Hauptverursacher. Mehrere Nutzer berichten übereinstimmend, dass nach der Deinstallation des Updates sämtliche Probleme verschwunden seien. Ähnliche Rückmeldungen finden sich auch im Microsoft Feedback Hub, wo von Abstürzen, Einfrieren des Systems und instabiler GPU-Nutzung die Rede ist.
Ein Nvidia-Mitarbeiter namens Manuel bestätigte in einem Beitrag des offiziellen GeForce-Forums, dass das Entfernen von KB5074109 derzeit der einzige bekannte Workaround gegen die Grafikartefakte sei. Zwar habe das Problem nach einem Windows-Update begonnen, dennoch prüfe Nvidia die Ursache intern. Das Update ist verpflichtend und trägt die Build-Nummern 26200.7623 beziehungsweise 26100.7623 – es dürfte also auf den meisten Windows-11-Systemen installiert sein, sofern Updates nicht pausiert wurden.
Für das Problem mit den schwarzen Bildschirmen gibt es zumindest teilweise Entwarnung. Microsoft hat mit dem optionalen Update KB5074105 eine Korrektur ausgeliefert, die laut Release Notes speziell Black-Screen-Probleme in bestimmten Szenarien behebt. Ob damit auch die Grafikartefakte in Spielen verschwinden, ist jedoch fraglich – Nvidia geht aktuell nicht davon aus.
Wichtig bleibt: Wer keine Probleme hat, sollte das Sicherheitsupdate nicht deinstallieren. Windows 11 läuft auf rund einer Milliarde Geräten, und längst nicht alle Systeme sind betroffen. Betroffene Gamer müssen sich jedoch vorerst zwischen Sicherheit und Stabilität entscheiden – und auf eine dauerhafte Lösung von Microsoft und Nvidia hoffen.
Quelle: Nvidia-Manuel im GeForce-Forum

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