Digitale Souveränität genießt bei 98 Prozent der Unternehmen hohe Priorität – mehr als die Hälfte ergreifen bereits Maßnahmen

Die neue Studie des Open Source-Marktführers SUSE belegt die zunehmende Dynamik bei der Einführung der digitalen Souveränität. Unternehmen treiben die Umsetzung als Reaktion auf KI, Kundenerwartungen und regulatorischen Druck voran

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Die neue SUSE Studie „Navigating Digital Resilience“ belegt, dass zwar fast alle Unternehmen (98 Prozent) der digitalen Souveränität Priorität einräumen, aber nur etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) ergreift aktiv Maßnahmen zu ihrer Verwirklichung. Dies verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen Ambitionen und Umsetzung. SUSE, ein weltweit führender Anbieter von Open Source-Lösungen für Unternehmen, gibt heute die Ergebnisse der Befragung von 309 IT-Führungskräften aus Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und den USA bekannt. Die Studie untersuchte, wie Unternehmen digitale Resilienz im Zeitalter der KI neu definieren – in einer Zeit, in der der Innovationsdruck schneller wächst als die dafür nötige grundlegende Infrastruktur.

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Das Paradoxon der Souveränität: Dringlichkeit geht vor Handeln

Obwohl digitale Souveränität zunehmend als unverzichtbare Voraussetzung für KI anerkannt wird, stehen viele Organisationen noch am Anfang ihrer Reise. Der Wettlauf um die Einführung von Künstlicher Intelligenz offenbart ein deutliches Spannungsfeld zwischen Priorität und Bereitschaft.

  • Lücke zwischen Anspruch und Umsetzung: Fast alle Befragten (98 Prozent) geben an, dass digitale Souveränität oberste Priorität besitzt, doch nur 52 Prozent ergreifen entsprechende Maßnahmen. Nach Ländern ergibt die Auswertung folgendes:
    • 62 Prozent der Befragten in Indien geben an, dass digitale Souveränität als echte strategische Priorität eingestuft wird, in die sie aktiv investieren, gefolgt von jeweils 57 Prozent in Deutschland und Japan, 52 Prozent in den USA und 39 Prozent in Frankreich.
  • Auswahlkriterien für Anbieter: 45 Prozent haben das Thema Souveränität in aktuelle Ausschreibungen aufgenommen, 42 Prozent wählten ihre Anbieter letztlich auf dieser Basis aus.
  • Externer Druck als Katalysator: 41 Prozent geben an, dass sie nur dann Maßnahmen zur Wahrung der Souveränität ergreifen, wenn Kunden oder gesetzliche Vorschriften dies erfordern. Das deutet darauf hin, dass Druck von außen nach wie vor der Haupttreiber ist.

KI fördert Resilienz und Risikomanagement

Künstliche Intelligenz entwickelt sich sowohl zum Motor für digitale Resilienz als auch zu einer Quelle zunehmender Komplexität, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Kontrolle über Daten, Modelle und Infrastruktur zu überdenken.

  • 64 Prozent der IT-Führungskräfte meinen, dass die Transparenz von KI – also die Kontrolle über Modelltraining und KI-Herkunft – in den kommenden fünf Jahren der wichtigste Faktor für digitale Resilienz sein wird.
  • Selbst angesichts einer unerwarteten Budgeterhöhung um 20 Prozent stellen Unternehmen KI klar über das Thema Souveränität. Das lässt vermuten, dass der Druck zur Einführung von KI möglicherweise größer ist als die Bemühungen, die damit verbundenen Risiken zu bewältigen.

Definition von digitaler Resilienz: Kontrolle als roter Faden

Auch wenn die Definitionen von digitaler Resilienz variieren, in einem zentralen Grundsatz sind sich die Unternehmen einig: Kontrolle. Bei Resilienz geht es nicht länger nur um Schutz, sondern darum, in immer komplexeren, KI-gesteuerten Umgebungen die Kontrolle zu behalten.

  • Zu den wichtigsten Prioritäten für die Stärkung von Resilienz zählen Cybersicherheit und Bedrohungserkennung (63 Prozent) sowie die Diversifizierung über Multi-Cloud- oder Hybrid-Lösungen (52 Prozent).
  • Die kontinuierliche Überwachung (44 Prozent) sowie Datensicherung und deren Wiederherstellung (45 Prozent) sind zentrale Bestandteile einer Resilienzstrategie.

Regionale Unterschiede verdeutlichen die Reife-Kluft

Die Akzeptanz und Haltung gegenüber digitaler Resilienz unterscheiden sich je nach Region, wobei einige Märkte schneller von der Strategie in die Umsetzung übergehen.

  • In den USA blicken 61 Prozent der Befragten optimistisch auf ihre digitale Resilienz, und 41 Prozent verfügen bereits über eine formalisierte Strategie zur digitalen Souveränität.
  • In Ländern mit einem ausgereifteren regulatorischen Umfeld wie Deutschland und Japan zeigen sich hingegen andere Priorisierungsmuster, die die unterschiedlichen Phasen der Einführung widerspiegeln.

Spannungen zwischen Hyperscalern: Skalierung versus Souveränität

Unternehmen verlassen sich weiterhin stark auf Hyperscaler, obwohl die Bedenken hinsichtlich der Souveränität zunehmen.

  • 65 Prozent der Befragten geben an, dass Hyperscaler für die Unterstützung souveräner Workloads relevant sind.

SUSE begegnet diesen Herausforderungen mit seinem Open Source-Infrastruktur-Portfolio – darunter SUSE Linux, SUSE Rancher Prime und SUSE AI -, das Unternehmen die vollständige Kontrolle über ihre Daten, Modelle und Infrastruktur ermöglicht, ohne von Hyperscalern abhängig zu sein.

„Unternehmen sehen sich häufig mit der Entscheidung konfrontiert, ob sie den Einsatz von KI beschleunigen oder ihre digitale Souveränität erhalten wollen – doch das ist ein falscher Kompromiss“, so Margaret Dawson, Chief Marketing Officer bei SUSE. „Sovereign AI schafft die Grundlage dafür, beides zu verbinden, indem Kontrolle, Compliance und Innovation gemeinsam verankert werden.“

Die komplette Studie finden Sie hier: https://suse.com/navigating-digital-resilience-2026.

Methodik

Für die Umfrage wurden 309 IT-Führungskräfte in fünf Ländern befragt (Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und den USA). Damit wurden drei globale Regionen und insgesamt 13 Branchen abgedeckt. Die Befragten wurden unabhängig voneinander befragt und nicht darüber informiert, dass SUSE die Umfrage gesponsert hatte.