Intel will 15 Milliarden US-Dollar für Foundry und KI einsammeln

Intel will seine Kapitalbasis mit einer neuen Aktienemission deutlich stärken

Intel will über die Ausgabe neuer Stammaktien rund 15 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das teilte der Konzern am Montag mit. Die Einnahmen sind laut Intel für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen, darunter Investitionen und Betriebskapital. Angesichts des geplanten Ausbaus des Foundry-Geschäfts dürfte die Kapitalmaßnahme vor allem zusätzliche finanzielle Spielräume für die Fertigung schaffen.

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Unterstützt wird die Emission von großen Investmentbanken wie JPMorgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citigroup. Zusätzlich besteht eine Mehrzuteilungsoption über weitere 2,25 Milliarden US-Dollar. Wird diese vollständig ausgeübt, steigt das Volumen der Aktienplatzierung auf bis zu 17,25 Milliarden US-Dollar.

Intel begründet den Schritt mit einer hohen und nachhaltigen Nachfrage nach Rechenleistung. Insbesondere der Boom bei künstlicher Intelligenz treibe die Investitionen an. Als Wachstumsfelder nennt Intel unter anderem Physical AI, kundenspezifische Chips, Advanced Packaging und die Fertigung von Wafern für externe Kunden.

Damit rückt Intel Foundry erneut in den Mittelpunkt. Unter CEO Lip-Bu Tan hatte Intel seine Strategie angepasst und angekündigt, zusätzliche Fertigungskapazitäten stärker von konkreter Kundennachfrage abhängig zu machen. Die nun geplante Kapitalaufnahme ist deshalb auch als Signal zu verstehen: Intel sieht offenbar genügend Potenzial, um weitere Milliarden in die eigene Fertigungsinfrastruktur zu investieren. Das hatte sich bereits im April abgezeichnet, als berichtet wurde, dass Intel die Kapazitäten der eigenen Chipfertigung erweitert.

Das Geld wird allerdings nicht ausschließlich für neue Fabriken reserviert. Intel spricht offiziell von allgemeinen Unternehmenszwecken und nennt Investitionen sowie Working Capital.

Intel-CEO Lip-Bu Tan mit 18A-Wafer für Core Ultra Panther Lake

Für bestehende Aktionäre hat die Maßnahme einen Haken. Durch die Ausgabe zusätzlicher Aktien sinkt der prozentuale Anteil am Unternehmen. Die tatsächliche Verwässerung hängt vom endgültigen Ausgabepreis und der Zahl der platzierten Aktien ab und lässt sich daher derzeit noch nicht exakt beziffern. Der Aktienkurs reagierte entsprechend negativ auf die Nachricht. Für Intel ist die Kapitalerhöhung dennoch eine Möglichkeit, erhebliche Mittel aufzunehmen, ohne die Verschuldung im gleichen Umfang auszuweiten.

Das Unternehmen steht beim Ausbau seiner Fertigung unter erheblichem Druck. Mit modernen Prozessknoten und Advanced Packaging will Intel nicht nur eigene Prozessoren herstellen, sondern langfristig auch als Auftragsfertiger mit TSMC konkurrieren.

Quelle: Intel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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