Qualcomm Snapdragon C: Das sind die neuen Einstiegs-Chips für Windows-PCs

Partner wie Acer, Asus und Lenovo arbeiten bereits an Geräten

Qualcomm bietet bereits ARM-basierte Chips für Windows-PCs an. Diese sind für Partner und damit auch für Endkunden allerdings relativ kostspielig. Das hat bislang auch der Adoption Grenzen gesetzt, zumal die Kompatibilität zu x86-Anwendungen zwangsweise eingeschränkt ist. Seinen teuren Lösungen wie den Snapdragon X2 Elite stellt der US-Hersteller jetzt aber eine Einstiegsserie zur Seite: die Snapdragon C.

Anzeige

Die Qualcomm Snapdragon C richten sich an Einstiegs-PCs und -Notebooks. Zielgruppe sind Anwender, die günstige Rechner suchen – z. B. Schüler, Studenten und Familien. Als direkte Konkurrenz versteht Qualcomm dabei Prozessoren wie den Intel N250, mit dem man sich nämlich mehrfach vergleicht. Demnach bieten die Qualcomm Snapdragon C im Akkubetrieb bis zu 67 % mehr Leistung, aber auch eine bis zu doppelt so hohe Effizienz. Daher sollen sie auch auf den All-Day-Betrieb ausgelegt sein und zudem sehr kühl arbeiten.

Qualcomm schreibt den Snapdragon C bis zu acht Kryo-Kerne mit bis zu 3 GHz Takt zu. Zur Ausstattung zählen auch eine Adreno-GPU mit DirectX 12 und bis zu 900 MHz Takt sowie eine Hexagon-NPU für KI-Berechnungen. Das FastConnect-C6700-Modem garantiert, dass die Schnittstellen Wi-Fi 6E, Bluetooth 6.0 und USB 3.1 vorhanden sind. Zudem sind die SoCs mit bis zu 16 GByte LPDDR4X, LPDDR5 oder LPDDR5X-RAM kombinierbar.

Technisch nicht auf dem neuesten Stand und dem Preis geschuldet: Es lassen sich mit den Snapdragon C NVMe-SSDs (PCIe 3.0) und UFS-3.1-Speicher kombinieren. Auch die Übertragung von Videosignalen per Embedded DisplayPort (eDP) 1.4 ist veraltet. Hier zeigen sich Qualcomms Kosteneinsparungen. Im Übrigen liefern die Snapdragon C maximal 4K mit 60 Hz oder z. B. FHD+ mit 120 Hz.

Erste Notebooks mit den Qualcomm Snapdragon C sollen „in Kürze“ vorgestellt werden. Als Partner nennt der Hersteller bereits Acer, Asus, HP und Lenovo.

Quelle: Qualcomm

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert