Ryzen 5 5500F überrascht mit bis zu 16 Prozent mehr Gaming-Leistung

Erste Spiele-Benchmarks der neuen AMD-CPU zeigen Vorteile gegenüber dem Ryzen 5 5500

AMD hat mit dem Ryzen 5 5500F kürzlich einen weiteren Zen-3-Prozessor für die mittlerweile betagte AM4-Plattform auf den Markt gebracht. Erste Spiele-Benchmarks zeigen nun, dass sich der neue Sechskerner trotz der ähnlichen Bezeichnung teilweise deutlich vom Ryzen 5 5500 absetzen kann. In einzelnen CPU-limitierten Spielen liegt der neue 5500F bis zu 16 Prozent vorne.

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Die Ergebnisse stammen vom YouTube-Kanal RandomGaminginHD, der beide Prozessoren mit einer Radeon RX 9060 XT 16 GByte und 1080p-Auflösung getestet hat. Insgesamt kamen sieben Spiele zum Einsatz. Den größten Vorsprung erreichte der Ryzen 5 5500F in „Battlefield 6“ mit rund 16 Prozent. In „Cyberpunk 2077“ waren es etwa 11 Prozent, während „GTA V: Enhanced“ rund 9 Prozent und „Counter-Strike 2“ etwa 8 Prozent mehr Leistung mit dem 5500F zeigten.

Weniger deutlich fällt der Unterschied aus, wenn die Grafikkarte zum limitierenden Faktor wird. In „Red Dead Redemption 2“ und „Crimson Desert“ schrumpft der Vorsprung auf wenige Prozentpunkte. Bei „Forza Horizon 6“ liegen beide Prozessoren praktisch gleichauf. Das verdeutlicht, dass der Ryzen 5 5500F seine Vorteile vor allem dann ausspielen kann, wenn die CPU die Bildrate maßgeblich begrenzt.

Interessant sind die technischen Unterschiede der beiden Modelle. Wie bereits bei der Vorstellung des Ryzen 5 5500F am vergangenen Freitag bekannt wurde, handelt es sich nicht einfach um eine höher getaktete Variante des Ryzen 5 5500. Der neue Prozessor basiert auf dem „Vermeer“-Chiplet-Design, während der Ryzen 5 5500 den monolithischen „Cezanne“-Die verwendet. Beide verfügen über sechs Kerne und zwölf Threads sowie 16 MByte L3-Cache.

Der 5500F erreicht allerdings bis zu 4,4 GHz und damit 200 MHz mehr als der Ryzen 5 5500. Zudem unterstützt er PCIe 4.0, während der 5500 auf PCIe 3.0 beschränkt ist. Eine integrierte Grafikeinheit besitzen beide Modelle nicht.

AMD positioniert den Ryzen 5 5500F als günstige Option für die weiterhin weit verbreitete AM4-Plattform. Gerade für Besitzer älterer AM4-Systeme kann der Prozessor damit interessant sein, wenn ein möglichst günstiges Upgrade gesucht wird. Hierzulande ist die neue CPU online ab etwa 99 Euro erhältlich, während der alte Ryzen 5 5500 schon für rund 80 Euro zu haben ist.

Allerdings sollten die ersten Messwerte noch nicht überbewertet werden. Die Ergebnisse stammen aus einem einzelnen Testsystem und zeigen je nach Spiel erhebliche Unterschiede. Erst weitere unabhängige Benchmarks mit unterschiedlichen Grafikkarten und Einstellungen werden zeigen, wie groß der tatsächliche Abstand zum Ryzen 5 5500 im Alltag ausfällt.

Quelle: Techpowerup

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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