Ein neuer Eintrag in der Geekbench-Datenbank sorgt derzeit für frische Diskussionen rund um den bislang nicht offiziell angekündigten AMD Ryzen 9 9950X3D2. Das Prozessormodell kursiert bereits seit einiger Zeit in Form von Leaks und Gerüchten, AMD selbst hat den Ryzen 9 9950X3D2 auf der CES 2026 bestätigt, aber keine Details genannt. Geekbench liefert erstmals konkrete Leistungsdaten und deutet zugleich auf eine potenziell interessante Designänderung hin.
Laut Geekbench-Datenbank erreicht der mutmaßliche Ryzen 9 9950X3D2 einen Einzelkern-Score von 3553 Punkten sowie 24.340 Punkte im Multi-Core-Test. Verglichen mit dem bekannten Ryzen 9 9950X3D entspricht das je nach Referenzsystem und Vergleichsbasis einem Leistungsplus von rund 7 Prozent. Wie üblich gilt es, solche Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren, da Testplattformen, BIOS-Versionen und Power-Limits erheblichen Einfluss auf Benchmark-Ergebnisse haben können.
Wesentlich spannender als der reine Performance-Zuwachs ist jedoch das, was hinter dem Zusatz „X3D2“ vermutet wird. Aktuellen Gerüchten zufolge experimentiert AMD bei seinem 16-Kern-Flaggschiff erstmals mit einer Dual-CCD-3D-V-Cache-Konfiguration. Im Gegensatz zu bisherigen X3D-Modellen, bei denen nur ein Chiplet mit gestapeltem Cache ausgestattet ist, sollen hier beide CCDs zusätzlichen 3D-V-Cache erhalten. In der Gerüchteküche kursierte daher eine Gesamt-L3-Cache-Kapazität von rund 192 MByte, was der Geekbench-Eintrag nun bestätigt, denn dort werden zweimal 96 MByte L3-Cache genannt. Gegenüber dem Ryzen 9 9950X3D hat AMD beim X3D2-Modell damit den L3-Cache um 50 Prozent, von 128 auf 192 MByte, erhöht.
Ein solches Design könnte insbesondere die Performance-Konsistenz verbessern, wenn Anwendungen oder Spiele beide Chiplets gleichzeitig nutzen. Davon würden vor allem Titel profitieren, die stark cache-sensitiv sind, aber auch bestimmte Creator-Workloads, bei denen ein größerer Last-Level-Cache die Speicherlatenz reduziert und den Durchsatz erhöht.
Der Geekbench-Eintrag selbst weist auf eine 16-Kern-/32-Thread-CPU mit dem bisherigen Codenamen „Granite Ridge“ hin, was AMDs etablierter Spitzenkonfiguration im Desktop-Segment der auf der „Zen 5“ basierenden Mikroarchitektur entspricht. Angegeben werden ein Basistakt von 4,30 GHz sowie Boost-Frequenzen bis zu 5,6 GHz. Damit würde AMD im Gegenzug für den zusätzlichen Cache einen leichten Taktverzicht von etwa 100 MHz in Kauf nehmen, verglichen mit dem 9950X3D. Diese Art von Kompromiss ist typisch für X3D-Designs, bei denen nicht maximale Taktraten, sondern geringere Speicherlatenzen und höhere Effizienz im Fokus stehen.
Unklar bleibt weiterhin der Zeitplan. Ursprünglich galt die CES 2026 als möglicher Vorstellungstermin für ein neues X3D-Flaggschiff, doch eine entsprechende Ankündigung blieb aus. AMD hatte in Las Vegas nur den Ryzen 7 9850X3D offiziell vorgestellt und in Meetings auf Fragen zum 9950X3D2 lediglich mit „Stay tuned“ geantwortet. Der aktuelle Geekbench-Fund wirkt daher eher wie ein Hinweis auf laufende Validierungs- und Testphasen als auf eine unmittelbar bevorstehende Markteinführung.
Bis AMD selbst Stellung bezieht, bleibt der Ryzen 9 9950X3D2 ein spannendes, aber unbestätigtes Gerücht – gestützt auf einen Benchmark-Eintrag und eine wachsende Zahl technischer Leaks, deren Wahrheitsgehalt sich erst mit einer offiziellen Vorstellung bewerten lässt.
Quelle: HXL @ X

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