Neue Roadmap-Gerüchte deuten darauf hin, dass Intel und AMD ihre nächsten Desktop-CPU-Generationen im selben Zeitfenster platzieren könnten. Konkret ist von einem Marktstart Anfang 2027 die Rede – mit der CES 2027 als möglicher Bühne. Das wäre insofern ungewöhnlich, als sich große Desktop-Launches bislang oft zeitlich versetzt abspielten, um jedem Anbieter ein eigenes Marketingfenster zu sichern.
Im Fokus stehen Intels „Nova Lake-S“-Prozessoren, die als „Core Ultra 400 Serie“ auf den Markt kommen könnten, sowie AMDs neue Ryzen „Olympic Ridge“ Zen-6-CPUs. Frühere Berichte hatten für Intel noch ein spätes 2026er-Zeitfenster ins Spiel gebracht. Die nun diskutierte Verschiebung auf 2027 könnte auf Plattform-Readiness, Validierungszyklen oder Komponentenverfügbarkeit zurückzuführen sein – Faktoren, die in dieser frühen Phase naturgemäß volatil sind.
Bei Nova Lake-S kristallisieren sich zwei wiederkehrende Themen heraus: stärkere im Chip integrierte KI-Beschleunigung und eine deutlich breitere Spreizung der Kernkonfigurationen. Mehrere Leaks sprechen von einer ausgebauten NPU (Neural Processing Unit), was Intels Ambitionen unterstreicht, lokale KI-Workloads stärker auf dem Client zu verankern. Konkrete Leistungsdaten fehlen zwar, doch strategisch passt das zur aktuellen PC-Industrie, in der OEMs und Softwareanbieter verstärkt KI-Funktionen ohne Cloud-Abhängigkeit vermarkten.
Spektakulärer sind die kolportierten Core-Counts. Am unteren Ende wird ein 12-Kern-Design mit 4 Performance-Kernen, 4 Effizienzkernen und 4 Low-Power-Cores genannt. Das obere Ende soll bei bis zu 52 Kernen liegen – aufgeteilt in 16 P-Cores, 32 E-Cores und 4 LP-Cores. Die Stoßrichtung wäre klar: massive Multi-Thread-Skalierung über einen großen E-Core-Pool, kombiniert mit hoher Single-Thread-Performance durch ein starkes P-Core-Cluster. Die Rolle der LP-Cores im Desktop-Kontext bleibt indes schwer greifbar; ihr Mehrwert hinge stark von Scheduling-Logik und realen Workload-Profilen ab.
Branchenweit wird zudem argumentiert, dass anhaltende Engpässe bei Silizium und DRAM Launch-Zyklen strecken könnten. Hersteller hätten ein Interesse daran, Produkte nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt, sondern unter günstigeren Liefer- und Kostenbedingungen einzuführen. Ob sich diese Praxis verstetigt, bleibt offen.
Bis zu offiziellen Ankündigungen sind alle Zeitangaben spekulativ. Sollte sich das CES-2027-Szenario bewahrheiten, stünde dem Desktop-Markt jedoch ein direkter Generationsvergleich zweier Schwergewichte ins Haus – mit entsprechend komprimierter, intensiver Konkurrenz.
Quelle: Golden Pig Upgrade @ Weibo

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