GeForce RTX Grafikkarten dürften bald teurer werden

Nvidia erhöht angeblich erneut die Preise wegen steigender Speicherkosten

Nvidia hat laut aktuellen Berichten eine weitere Runde von Preiserhöhungen für seine GPU-Kits angekündigt. Nachdem der Hersteller bereits im Mai die Preise für die GeForce RTX 5090 und RTX 5090D V2 angehoben hatte, sollen nun auch zahlreiche weitere GeForce-RTX-Modelle von den höheren Einkaufspreisen betroffen sein. Hintergrund sind vor allem die weiter steigenden Kosten für Grafikspeicher.

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Ein GPU-Kit, das Nvidia an seine Add-in-Board-Partner (AIB) liefert, umfasst nicht nur den Grafikprozessor selbst, sondern auch den dazugehörigen Videospeicher. Gerade dieser zählt inzwischen zu den größten Kostenfaktoren bei der Produktion moderner Grafikkarten. Die jüngsten Preisanpassungen betreffen sowohl aktuelle Blackwell-Grafikkarten mit GDDR7-Speicher als auch ältere GeForce-Modelle, die weiterhin auf GDDR6 setzen. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Marktbeobachter vor steigenden Preisen für VRAM wie GDDR6 gewarnt, während GDDR7 aufgrund der hohen Nachfrage und begrenzter Produktionskapazitäten ebenfalls deutlich teurer geworden ist. Da der Videospeicher einen erheblichen Anteil der gesamten Materialkosten einer Grafikkarte ausmacht, schlagen höhere Speicherpreise unmittelbar auf die Produktionskosten durch.

Nicht nur der Speicher belastet die Kalkulation der Hersteller. Im Laufe des Jahres 2026 sind auch zahlreiche weitere Komponenten teurer geworden. Dazu zählen unter anderem Leiterplatten (PCBs), Spannungswandler und VRM-Komponenten, Kühlkörper und Lüfter, Verpackungsmaterial sowie Transport- und Logistikkosten. Zwar fallen die Preissteigerungen in diesen Bereichen meist geringer aus als beim Grafikspeicher, in Summe erhöhen sie jedoch die Herstellungskosten jeder einzelnen Grafikkarte.

Eine von möglichen Preiserhöhungen bedrohte GeForce RTX 5080

Für die Board-Partner ergeben sich dadurch im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Entweder sie akzeptieren geringere Gewinnmargen oder sie geben die höheren Einkaufspreise an Distributoren und Händler weiter. Erfahrungsgemäß werden Preissteigerungen bei GPU-Kits früher oder später auch für Endkunden spürbar – insbesondere dann, wenn bestehende Lagerbestände verkauft sind und neu produzierte Grafikkarten in den Handel gelangen.

Offizielle Anpassungen der unverbindlichen Preisempfehlungen gibt es bislang zwar nicht. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass sich die höheren Produktionskosten mittel- bis langfristig auf die Straßenpreise auswirken werden.

Die erneuten Preiserhöhungen verdeutlichen einmal mehr, wie stark sich der Grafikkartenmarkt in den vergangenen Jahren verändert hat. Während Hardware früher häufig schon wenige Monate nach dem Marktstart günstiger wurde, sorgen steigende Fertigungs-, Speicher- und Logistikkosten inzwischen dafür, dass viele Modelle ihren Preis über lange Zeit halten oder sogar teurer werden.

Sollten sich die Preise für GDDR6- und GDDR7-Speicher in den kommenden Monaten nicht entspannen oder das Angebot deutlich steigen, dürfte sich an dieser Entwicklung vorerst wenig ändern. Wer mit dem Kauf einer neuen GeForce-RTX-Grafikkarte liebäugelt, sollte daher nicht unbedingt auf deutlich fallende Preise in naher Zukunft hoffen.

Quelle: Benchlife.info

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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