Nvidia erweitert das Statistik-Overlay seiner Nvidia-App um mehrere Messwerte für den Prozessor. Mit Version 11.0.9 können GeForce-Nutzer während des Spielens neben den bisherigen GPU- und Leistungsdaten nun auch die CPU-Temperatur, den CPU-Takt und die Leistungsaufnahme des Prozessors einblenden. Damit schließt Nvidia eine Lücke, für die bislang häufig zusätzliche Monitoring-Software erforderlich war.
Das Overlay der Nvidia-App zeigte bereits wichtige Informationen wie Bildrate, GPU-Auslastung, GPU-Temperatur und CPU-Auslastung. Wer allerdings wissen wollte, wie heiß der Prozessor wird oder wie viel Leistung er gerade aufnimmt, musste bislang auf Programme wie RivaTuner Statistics Server (RTSS) oder andere Hardware-Monitoring-Tools zurückgreifen.
Gerade die CPU-Temperatur kann bei der Fehlersuche hilfreich sein. Ungewöhnlich hohe Werte können beispielsweise auf eine unzureichende Kühlung, einen nicht korrekt montierten CPU-Kühler, einen eingeschränkten Luftstrom im Gehäuse oder ein aggressives Power-Limit des Mainboards hindeuten. Der angezeigte CPU-Takt liefert zusätzliche Informationen darüber, ob der Prozessor seine erwartete Frequenz erreicht oder aufgrund von Temperatur- beziehungsweise Leistungsgrenzen heruntertaktet.
Auch die Leistungsaufnahme hilft bei der Einordnung. Ein hoher Verbrauch zeigt, dass der Prozessor entsprechend stark belastet wird, während sich anhand von Temperatur und Takt gleichzeitig erkennen lässt, ob das Kühlsystem mit der Belastung zurechtkommt.
Die neuen Werte lassen sich direkt über die Nvidia-App konfigurieren. Nach dem Aktivieren des Overlays unter Einstellungen wird dieses mit dem Tastenkürzel „Alt + Z“ geöffnet. Über den Menüpunkt Statistik und anschließend die benutzerdefinierte Statistik-Anzeige können die gewünschten Messwerte ausgewählt werden. Mit „Alt + R“ lässt sich die Statistik-Anzeige anschließend während eines Spiels oder einer unterstützten Anwendung ein- und ausblenden.
Nvidia bietet zudem verschiedene Darstellungsoptionen. Anwender können Schriftgröße und Farbe anpassen und die Werte entweder horizontal in einer oder zwei Zeilen beziehungsweise vertikal anzeigen lassen. Letztere Variante eignet sich insbesondere für Nutzer, die möglichst viele Informationen gleichzeitig einblenden möchten.
Die CPU-Daten funktionieren außerdem zusammen mit der Anzeige für DLSS-Overrides. Dadurch lässt sich beispielsweise kontrollieren, welches DLSS-Preset in einem Spiel tatsächlich verwendet wird, während gleichzeitig die wichtigsten Prozessorwerte im Blick bleiben.
Ein vollständiger Ersatz für spezialisierte Monitoring-Software ist das Nvidia-Overlay allerdings noch nicht. So fehlen weiterhin Angaben zur VRAM- und RAM-Auslastung. Außerdem wird die CPU-Auslastung nur als Gesamtwert angezeigt und nicht für die einzelnen Prozessorkerne aufgeschlüsselt. Wer detailliertere Informationen benötigt, kommt daher weiterhin kaum an RTSS oder vergleichbaren Werkzeugen vorbei.
Für die meisten GeForce-Nutzer dürfte die Erweiterung dennoch praktisch sein. Wer lediglich schnell überprüfen möchte, ob CPU-Temperatur, Takt und Leistungsaufnahme während eines Spiels im erwartbaren Bereich liegen, benötigt dafür nun keine zusätzliche Monitoring-Anwendung mehr.
Quelle: Reddit


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