Gigabyte BX2000 Nachtrag

Gestern noch hatten wir über Anands Gigabyte BX2000 Mainboard Review berichtet und ihn kommentiert, wer denn schon als

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Normaluser ein DualBIOS braucht. Auch Gigabyte Deutschland ist das
nicht entgangen und Martin Klimkait hat sich sofort bei uns gemeldet, um die Sachverhalte zu klären und einiges
richtigzustellen. Die Thematik DualBIOS des BX2000, nun ja, die meisten haben schon mal ein Bios geflasht. Doch nicht alle
können mit der Materie schon so gut umgehen. Wagemut, Leichtsinn, Unverständnis und unüberlegte Handlungen
treffen all zu oft aufeinander. Dann geht schon mal ein Bios flöten und das ganze Board ist so gut wie hin. Da nicht jeder
einen EPROM-Programmer zu Hause hat, muß das Board wohl oder übel zum Hersteller eingeschickt werden. Doch auch
der dort geleistete Aufwand ist nicht gerade der billigste. Also hat man sich etwas einfallen lassen, damit der User nicht
mehr baden geht, das DualBIOS. Beim Bootvorgang werden erstmal beide Chips einem Prüfsummencheck unterzogen. Ist
Bios A nicht mehr funktionstüchtig, übernimmt automatisch Bios B den Job. Über eine Kopierfunktion der beiden
Chips kann dann das Defekte wieder ersetzt werden. Auch für Overclocker dürfte die Idee durchaus nützlich sein.
Man kann eine Bootreihenfolge für die Beiden festlegen. So kann man sich für besondere Hardwareeinstellungen ein
Bios zurecht richten und wenns nicht klappen sollte, egal, man hat ja noch das Zweite mit den bewährten Standardeinstellungen.
Anscheinend sollen sich auch andere Mainboardhersteller daran gemacht haben, das Konzept zu "kopieren".
Um nochmals auf Anands Test zurückzukommen, er schrieb, daß das Board mit 256 MB SDRAM-Modulen Probleme hatte.
Diese Probleme konnten Seitens Gigabyte nicht nachvollzogen werden. Dort testete man mit das BX2000 mit 256 MB Standardmodulen von
z.B. NEC, Siemens, Wiechmann, Viking, Kingston, Samsung und Hyundai. Alle funktionierten ohne Probleme. Gar nicht angesprochen
hatte Anand die "Suspend to RAM" Funktion. Hier erreicht das Board laut Gigabyte die Bestmarke von 7 Sekunden,
um einen PC aus dem Schlaf zu holen.
Sieht aus als hätte Anand hier mal zu früh geschossen (wir eingeschlossen). Die DualBIOS-Idee scheint doch einige
Vorteile zu bieten, die der versierte Benutzer zwar nicht unbedingt benötigt, aber dem ein oder anderen Neuling doch
etwas an Sicherheit bezüglich der heikelsten Hardware (oder sollte ich sagen Software) im PC geben.

Jürgen Stosch

Senior-Redakteur und Community Manager

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