Gefälschtes Board, was nun?

Vor Kurzem ging es ja noch durch alle Online-Publikationen, von

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Asus sind hier
in Deutschland falsche Mainboards im Umlauf! Doch bis jetzt
hat noch keiner erwähnt, was zu tun ist, wenn man ein solches
Fake besitzt. Wir haben bei Asus mal direkt nachgefragt und
folgendes herausgefunden.
Zuersteinmal muß festgestellt werden, ob es sich um ein Fake
handelt. Hier mal die bekanntesten Merkmale: 1. kein deutsches
Handbuch bei Mainboards der P2B Serie (nicht P2B-F!) 2. kein
Temperatursensor bei sowohl P2B und P2B-F dabei. Desweiteren sind
die gefaketen P2B-F Boards mit einem Aufkleber auf der Packung
„Made in China“ gekennzeichnet. Asus errichtet zwar grad eine
Fab in China, aber dort wird definitiv noch nichts produziert. Weitere
Erkennungshilfen der Fakes gibts auch auf der deutschen Homepage
von Asus.
Hat man dann erkannt, daß man möglicherweise ein Fake
besitzt, sollte man folgendermaßen vorgehen: Zuerst schickt
man das vermeintliche Fake zu Asus. Dort wird es geprüft.
Handelt es sich tatsächlich um ein Fake, erhält der
„Geprellte“ eine offizielle Bestätigung von Asus darüber.
Diese Bestätigung ist die Grundlage für die Verhandlungen
mit dem Händler, bei dem das Board gekauft wurde. Dieser wird
das Board im Regelfall auch problemlos austauschen. Sollte sich
ein Händler mal weigern, so muß der „Geprellte“ nicht
den Schwanz einziehen. Aufgrund der Bestätigung von Asus
hat er alle Rechte, mit der er auf Ersatzleistung oder
ähnliches bestehen kann. Ein Anwalt wird ihm das sicher
bestätigen, so Asus. Die Kette geht dann grad so weiter,
der Händler wendet sich an seinen Großhändler, usw.
Insgesamt ist allen, sowohl Händlern als auch Konsumenten
zu raten, nur bei offiziellen Distributoren von Asus einzukaufen.
Also, wollen wir mal hoffen, daß es nicht zu viele unserer
Leser getroffen hat. Ich wollte mit dieser Meldung nur einem
möglichen Hype vorbeugen, da viele sicher schon denken,
daß jetzt auf keinen Fall mehr ein Asus Board mehr kaufen
könne. Wegen einem kranken Ast muß man ja nicht
gleich den ganzen Baum fällen, oder?

Jürgen Stosch

Senior-Redakteur und Community Manager

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