Matrox gibt HighEnd-Markt auf

Markt ist zu schnelllebig und zu teuer

Seit der Vorstellung der G400 MAX verlor Matrox mehr und mehr den Anschluß an die Konkurrenz. Der etwa ein Jahr später vorgestellte G450 war langsamer als sein älterer Bruder G400 MAX. Gegen eine GeForce bzw. GeForce2 GTS verlor der G450 in fast allen Benchmarks. Matrox verkauft seine Karten mittlerweile nur noch in Bürorechnern und an Kunden, denen es auf Qualität und Stabilität ankommt. Fans hegten natürlich die Hoffnung, der nicht offiziell angekündigte G800 würde dies alles ändern und Matrox wieder mit der Konkurrenz gleichziehen. Dem scheint nicht so zu sein. Im Forum einer französischen Website veröffentlichte ein Matroxmitarbeiter einige interessante Informationen. So hat Matrox keinerlei Ambitionen, wieder den HighEnd-Markt zu betreten. Jährlich werden 55Mio Bürorechner, aber nur 1,5Mio HighEnd-Spiele-PCs verkauft. Die extrem kostenintensive Entwicklung eines Chips, der es mit einem GeForce3 aufnehmen kann, lohnt sich für Matrox nicht. Dazu trägt auch der von NVIDIA initiierte Produktzyklus von 6 Monaten. Diesen könne kein Produzent von Grafikkarten mit eigenen Chips mitmachen. Schaut man sich einmal ATIs Produktzyklen an, dürfte dies stimmen. 3dfx hatte ebenfalls enorme Schwierigkeiten, mit NVIDIA Schritt zu halten.

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Weiterhin seien die PR-Kosten bei der Produkteinführung enorm, wodurch die Erträge sinken.

Zur finanziellen Situation der Firma wurden keine genauen Angaben gemacht. Es wurde lediglich gesagt, dass Matrox seit der Gründung vor 25 Jahren immer profitabel arbeitete und zur Zeit in einem Markt mit großem Potential arbeitet (Mehrbildschirmbetrieb, Video- und Bildbearbeitung) und somit die Erträge auf lange Zeit gesichert seien.

Quelle: MURC

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