Kosatec PC mit Wasserkühlung - Seite 4

Anzeige

Stabilität und Overclocking


Viele werden sich nun fragen, wieso man einen ohnehin schon recht hoch getakteten Prozessor noch weiter hochschrauben soll. Die Antwort ist ganz einfach: weil es eben funktioniert… 🙂
Nein, im Ernst: AMD hat bei den neuen Thunderbird-Modellen C die Multiplikator-Sperre entweder bewusst weggelassen oder vergessen sie einzusetzen. Wie dem auch sei, wir konnten das System bis zu einem Multiplikator von sage und schreibe 10.5 hochsetzen. Dabei musste man natürlich die Core-Spannung ein klein wenig anheben. Mit einem Prozessortakt von knappen 1.4GHz lief das System noch recht stabil und wir konnten endlich mal das Wasserkühlsystem im vollen Einsatz erleben. Die Kühlleistung ist doch recht beachtlich, da auch bei einem 72-Stunden Dauereinsatz mit Unreal und sonstigen prozessorlastigen Spielen keine nennenswerten Temperaturanstiege zu verzeichnen waren. Als wir dann mal den Radiatorlüfter abschalteten, war es nur eine Frage der Zeit, bis die CPU-Temperatur kletterte. Sollte man also nicht unbedingt machen…

Ganz ohne verlief der Test dann aber doch nicht. 3DMark2001 lief ohne Komplikationen – quasi problemlos – durch und durch stabil. Tests mit Serious Sam jedoch verweigerten strikt die Arbeit und konnten nicht mal in der normalen Einstellung zum Laufen gebracht werden. Hierfür ist also das Overclocken definitiv NICHT Schuld, denn das Game war spielbar, nur Benchmarks wollten nicht durchlaufen. Sonstige andere Programme – wie zum Beispiel Quake3 oder Unreal Tournament – störten sich auch nicht an der erhöhten Taktfrequenz.

Bei höheren Einstellungen des Multiplikators oder auch des FSB bootete entweder der Rechner gar nicht mehr oder aber das Bios meldete sich mit einem Checksum-Error. Beides Ergebnisse, die man dann doch lieber nicht erstreben sollte.

Hält man sich an die Standardeinstellungen von Kosatec, kann man versichert sein, einen absolut stabilen Rechner in die Finger zu bekommen. Der Rechner stieg nicht ein einziges Mal mit einem berüchtigtem „Blue Screen“ aus oder zeigte sonstige schwerwiegende Fehler an. Zum Thema Grafikkartenübertaktung: das haben wir gänzlich unterlassen, da es sich hierbei sowieso schon um eine GeForce2 Ultra handelt. Sollte es doch einige Leser geben, die sich für solch ein Gebiet interessieren, verweise ich hiermit auf gesonderte Grafikkartentests.

Abschließend einige Temperatureinstellungen der CPU sowohl bei Normalbetrieb als auch bei Übertaktung:

Taktrate 3DMark 2001 Winbench 2000 v1.1 Quake3 Demo
1200 MHz 38°C 39°C 38°C
1330 MHz 40°C 42°C 39°C
1400 MHz 43°C 44°C 41°C


Dabei gingen wir wie folgt vor: vor jedem Test kühlten wir die CPU auf normale Werte herunter, in unserem Fall waren das so ziemlich genau 35° Celsius. Anschließend wurde jeder Test 10 Minuten lang fortlaufend durchgeführt. Danach konnten wir mittels VIA-Hardware-Monitoring die aktuelle Temperatur des Prozessors ablesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.