Pentium 4 verkauft sich schlecht

Gewinne brechen vermutlich weiterhin massiv ein

Der für Intel denkbar schlimmste Fall scheint eingetreten zu sein. Trotz hunderter Millionen Dollar schwerer Werbekampagne, Subventionen für RDRAM und Preissenkungen von 50% erfährt der Pentium 4 keine gestiegene Nachfrage. Ein US-Analyst geht von nicht einmal 500.000 verkauften Prozessoren im zweiten Quartal aus. In anbetracht der 1 Mio verkauften Einheiten im ersten Quartal wäre dies sogar ein Nachfrageschwund von schnuffigen 50%. Schwer vorstellbar, sind doch die Kosten für das Gesamtsystem neben dem Preis für den reinen Prozessor ebenfalls stark gesunken. Deutlich mehr als die 1 Mio Prozessoren im ersten Quartal dürften jedoch auch nicht verkauft worden sein.

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Der Pentium 4 ist in der Fertigung extrem teuer, die Margen nach den Preissenkungen vergleichweise gering. Die prognostizierten Gewinne für das Jahr 2001 gingen immer von 20 Mio verkauften Pentium 4 aus. Verkauft Intel nun z.B. nur 10 Mio, kann die Firma die Erwartungen der Aktionäre nicht erfüllen.

Der besagte Analyst sieht demnach auch schwarz für Intels nahe Zukunft. Der Gewinn im zweiten Quartal wird weiter sinken, auf nur noch lächerliche 240Mio Dollar. Und das, nachdem der Gewinn im 1. Quartal schon um 64% gegenüber dem Vorjahresquartal sank. Die Umsätze werden jedoch nur um 9% auf 6,1Mrd Dollar zurückgehen. Ein Indiz für die massiv gesunkenen Margen. Für das Gesamtjahr werden 26,5Mrd Dollar Umsatz und 1,35Mrd Dollar Gewinn erwartet. 2000 waren es 33,73Mrd Dollar Umsatz und 10,54Mrd Dollar Gewinn. Intel möchte weiterhin in diesem Jahr deutlich mehr als 10Mrd Dollar in Forschung, Fertigungsanlagen und Kapitalanlagen investieren.

Quelle: The Inquirer

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