OEMs kaufen weniger Pentium 4

Baldiges Erscheinen des i845 beeinflußt Einkäufer

The Register berichtet, dass sich der Pentium 4 trotz konkurrenzfähiger Preise nicht sonderlich gut verkauft, im Gegenteil, er verkauft sich eher schlechter als bisher. Das liegt weniger an der im Vergleich zur hohen Taktrate geringen Leistung, als viel mehr am baldigen Erscheinen des i845. Die großen Hersteller von PCs warten lieber auf den im August erscheinenden neuen Chipsatz, bevor sie verstärkt den Pentium 4 kaufen und einsetzen. Trotz großer Preissenkungen bei den Mainboards und RDRAM liegen die Preise für Systeme noch immer sehr viel höher als die Preise für Systeme mit einem Athlon. Dies soll sich mit dem SDRAM-Chipsatz i845 ändern. Nicht nur, dass SDRAM weitaus günstiger ist, die Mainboards lassen sich auch noch viel einfacher produzieren. Das wirkt sich selbstverständlich auf den Preis aus.

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Analysten gehen davon aus, dass diese Zurückhaltung starke Auswirkungen auf Intels Quartalsergebnis haben wird, das man am 17.7. präsentieren will. Trotz größter Anstrengungen, das Produktportfolio zu diversifizieren, verdient Intel den größten Teil seines Geldes noch immer mit Mikroprozessoren. Und da vor allem mit den Desktopprozessoren. Nach den letzten Preissenkungen ist man hier auf große Stückzahlen angewiesen, um keinen Gewinneinbruch bekanntgeben zu müssen.

Mit einem schwachen Quartalsergebnis stünde Intel übrigens nicht allein da. AMD gab erst letzten Freitag eine Gewinnwarnung aus.

Quelle: The Register

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