Zwei DDR-Chipsätze im Vergleich - Seite 5

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Asus A7M266

Preis: ca. 450 DM

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Asus ist etwas umfangreicher ausgefallen als man das bei vielen Herstellern gewohnt ist.

  • Handbuch in englischer Sprache
  • Kabel: 1 x Standard IDE, 1 x ULTRA-ATA, 1 x Floppy
  • Treiber-CD
  • USB-Port-Karte für den 3. und 4. Port

Die Dokumentation ist wie von Asus gewohnt recht ordentlich, zwar nur auf Englisch, dafür aber reichlich mit Skizzen des Boards und Screenshots des Bios „geschmückt“, so dass es eigentlich zu keinen Missverständnissen kommen kann.
Die beiliegende CD beinhaltet das Asus-Tool PC-Probe zum Überwachen der Lüfterdrehzahlen, der Motherboard- und CPU-Temperatur sowie sämtlichen Spannungen.
Die VIA 4-in-1 Treiber, von denen aber nur ein Teil für die VIA Southbridge gebraucht wird, sind auch mit dabei. Hier empfiehlt es sich aber, die neuesten Treiber aus dem Netz zu ziehen.


Asus A7M266 Board

Asus A7M266 Board

Ausstattung

Das Board verfügt über einen AGP- sowie 5 PCI- und einen CNR-Slot. Letzteren hätte man sich – wie ich finde – auch sparen können. Da er sich aber einen Slot mit dem untersten PCI-Steckplatz teilt, ist das halb so wild. ISA-Slots bietet es wie viele neue Boards keine mehr.
Das Boardlayout ist etwas unübersichtlich. Der ATX-Connector liegt etwas weit vom Netzteil entfernt, so dass es bei Netzteilen mit kurzem Powerkabel zu Problemen kommen kann. Der CPU-Sockel lässt für große Kühler ausreichend Platz, nur in einer Richtung kommen nach ca. 9-10mm ein paar Kondensatoren.
Für den 3. und 4. USB-Port wird eine Platine mit Blende mitgeliefert. Da das Board „nur“ 6 Steckkarten Platz bietet, kann diese ohne weiteren Verlust eines Steckplatzes über der Grafikkarte eingesetzt werden. Diese Karte ergänzt den Lieferumfang recht gut, denn es ist sonst immer recht umständlich, die zum jeweiligen Board passenden Zusatzkarten zu besorgen.
Das Board verfügt zudem noch über einen AGP-Pro Slot.


Asus A7M266 Sockel-Umgebung

Asus A7M266 Sockel-Umgebung

Overclocking

Ein großes Manko sind die fehlenden DIP-Switches, die das Übertakten über den Multiplikator erst möglich machen.
Nun hat man noch die Möglichkeit selbst Hand anzulegen und diese nach Anleitungen aus dem Netz nachzurüsten oder die L6-Brücken des Prozessors zu schließen bzw. zu trennen. Neuesten Meldungen zur Folge ist auch ein Bearbeiten der L3- und L4-Brücken notwendig. Somit ist diese Option doch recht mühsam und umständlich, da ja um das Limit der jeweiligen CPU zu finden der Prozessor mehrmals aus- und eingebaut werden muss.
Die sonstigen Einstellmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen. Der CPU-Takt kann in 1-MHz-Schritten über 150 MHz hinaus eingestellt werden. Die Prozessorspannung, die Voltage-I/O für AGP als auch die VIO für den Speicher können per Jumper eingestellt werden. Das Board lief mit 150 MHz FSB bei CL2 stabil.

Fazit

Das Asus A7M266 lief nach einem Update des Bios auf Version 1004 sehr stabil. Es hatte anfangs Probleme mit einem Neustart, aber diese wurden durch das Update behoben. Der gute Eindruck wird durch die fehlenden DIP-Switches in bezug aufs Übertakten aber etwas getrübt.
Das Bios ist meines Erachtens zwar etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man ein „normales“ Award-Bios gewohnt ist, aber es lässt sich alles einstellen, was man so braucht.
Man kann sagen, dass Asus wieder mal ein sehr gutes Board gebaut hat. Stabil, schnell und mit Einschränkungen auch noch zum Übertakten geeignet. Der Preis ist allerdings sehr hoch für ein Sockel-A Mainboard.

Damit kommen wir zu dieser Bewertung des Asus A7M266:


Asus A7M266 Wertung

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