ATI Radeon 9500 kommt früher?

Abgespeckter R300 angeblich in Kürze, aber offiziell erst im vierten Quartal

Bei der offiziellen Vorstellung ihrer neuen Grafikkarten Radeon 9000 (Pro) und 9700 Mitte Juli hatte ATI Technologies auch die Radeon 9500 angekündigt, allerdings ohne irgendwelche Spezifikationen zu nennen, da diese noch nicht feststehen würden. Diese Grafikkarte soll im vierten Quartal diesen Jahres präsentiert werden und die Lücke zwischen der High-End Radeon 9700 und den Mainstream 9000ern schließen.

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Gestern nun erschien in Taiwan ein Bericht, nachdem die Radeon 9500 bereits Mitte August, also im dritten Quartal eingeführt werden soll. Man bezog sich dabei auf eine angebliche Aussage des ATI-Chefs KY Ho.
ATI Technologies selbst kann diese Meldung nach eigenen Angaben aber nicht bestätigen und verweist weiterhin auf die bei der ersten Ankündigung der neuen Grafikkarten genannten Daten und Zeitpläne. Demnach bleibt es bei der Ankündigung der Radeon 9500 im letzten Quartal diesen Jahres, also frühestens im Oktober.

ATI hat die Radeon 9500 nach allgemeiner Meinung etwas hinter die Vorstellung der anderen neuen Produkte geschoben, um ihren Partnern, den Herstellern der Grafikkarten, die Gelegenheit zu geben, ihre Vorräte an Radeon 8500 Karten in Ruhe abzubauen.

Über die Spezifikationen der Radeon 9500 gibt es bisher fast nur Spekulationen. Klar ist lediglich, dass wie bei der Radeon 9700 der ganz neu entwickelte R300 Grafikchip die Basis darstellt und der Preis für die 9500 zwischen 200 und 300 Euro liegen dürfte. Die Radeon 9700 wird 400 Euro oder mehr kosten.
Neben einer niedrigeren Taktung nimmt man allgemein an, dass der Grafikchip der 9500 weniger Rendering Pipelines besitzt als die 9700, möglicherweise nur vier statt acht. In dem gestern erschienenen Bericht aus Taiwan wurde nun auch von einer geringeren Anzahl von Pins bei der 9500 gesprochen. Dies deutet auf eine kleinere Speicherschnittstelle hin, so dass die 9500 möglicherweise ein herkömmliches 128bit Interface bekommt, wenn die Meldungen stimmen sollten. Die Radeon 9700 besitzt eine 256bit Schnittstelle zum Speicher, so wie die Matrox Parhelia.

ATI R300 Beispielbild für Echtzeit-Rendering

Quelle: DigiTimes.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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