Details zur Intel Roadmap

Neue CPUs und Chipsätze für 800MHz Front Side Bus im zweiten Quartal

Bekanntlich wird Intel in Kürze erneut den Front Side Bus seiner Prozessoren erhöhen. Jetzt sind detaillierte, offenbar authentische Informationen zu den dafür benötigten neuen Mainboard-Chipsätzen aufgetaucht. Demnach werden die bisher unter ihren Codenamen Springdale und Canterwood gehandelten Chipsets die offiziellen Bezeichnungen 865 und 875 bekommen und im zweiten Quartal vorgestellt. Diese sind praktisch die Desktop-Versionen des im November eingeführten E7205 (Granite Bay) für kleinere Workstations und Server und unterstützen ebenfalls AGP 8x sowie Dual-Channel DDR SDRAM, theoretisch eine Verdopplung der Speicherbandbreite.

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Der Unterschied zum E7205 liegt in der Unterstützung des höheren Front Side Bus (FSB) und schnellerem Speicher. Die bis jetzt bekannte Feature-Liste des neuen 875P Chipsatz (Canterwood) umfasst: 800/533MHz FSB, Dual-Channel DDR400/333, ECC-Speicher, AGP 8x (3.0), Serial-ATA und die noch nicht näher spezifizierte “Performance Acceleration Technology“ (PAT). Ob die PAT nach Intels Chief Technology Officer Patrick (‚Pat‘) Gelsinger benannt wurde, ist nicht erwiesen.
Diese Technologie ist jedenfalls der Unterschied des 875P Chipsatzes zur 865-Serie, die ohne PAT auskommen muss. Die ebenfalls im zweiten Quartal erscheinenden 865 Chipsets umfassen den 865PE, den 865G mit integrierter Grafik und den 865P für Einsteiger-PCs. Letzterer ist nur für Prozessoren mit 400 oder 533 MHz FSB geeignet, 865G und 865PE bieten “FSB flexibility“, also wohl Unterstützung für die neuen CPUs mit 800MHz FSB.
Nebenbei soll auch die 845 Chipsatz-Serie weiterlaufen, die 400/533MHz FSB bietet und dann im Mainstream- und sogenannten Value-Segment zum Einsatz kommen soll. Hier wird es nur noch eine Änderung geben: der 845GV soll um die Unterstützung von DDR333 SDRAM erweitert werden.

Angeblich nennt Intel den 875P den “highest performing desktop chipset“. Dieser sollte also den bisherigen Spitzenreiter 850E ablösen und bedeutet damit den endgültigen Abschied vom Rambus-Speicher.

Weiterhin wurde bekannt, dass Intel den Pentium 4 mit 3.6 GHz und 800MHz FSB für das erste Quartal 2004 einplant. Der höhere FSB soll übrigens auch bei weiteren neuen P4-Modellen eingesetzt werden, bis runter auf 2.4 GHz, die parallel zu den bisherigen CPU-Versionen angeboten werden sollen.
Ob der nächste Pentium 4 (mit 3.2 GHz) nun schon im März oder erst im zweiten Quartal (zeitgleich mit den neuen Chipsätzen) eingeführt wird, ist noch nicht definitiv bekannt.

Quelle: HardOCP

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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