GeForce FX 5200/5600 Tests

nVidias Mainstream GeForce FX Grafikkarten mit Höhen und Tiefen

Nach der offiziellen Vorstellung von GeForce FX 5200 und 5600 sind gestern die ersten unabhängigen Tests der neuen nVidia Mainstream-Lösungen für DirectX 9.0 erschienen. Dabei wurden die FX 5200 Ultra (NV34) mit 325/325 MHz sowie die FX 5600 Ultra (NV31) mit 350/350 MHz für Chip und Speicher (DDR-I SDRAM) unter die Lupe genommen. Beide Modelle sind mit 128MB Speicher ausgestattet, der über eine 128bit Schnittstelle angebunden ist, und bieten Pixel und Vertex Shader 2.0 nach DX9-Spezifikation. Der Unterschied zwischen diesen Grafikchips ist, dass dem FX 5200 die interne Datenkompression fehlt, so dass dieser schneller an die Grenzen der Speicherschnittstelle stößt. Sowohl GeForce FX 5600 als auch FX 5200 bieten aber die gegenüber dem GeForce4 optimierte Anti-Aliasing-Engine und zeigen in genau diesem Bereich auch ihre Stärken.

Anzeige

Die GeForce FX 5600 Ultra bringt in heutigen Anwendungen bei ausgeschalteter Kantenglättung oder anisotropischer Filterung eine Leistung vergleichbar mit einer GeForce4 Ti4200. Schaltet man diese Features jedoch ein, ist sie deutlich schneller als eine Ti4200.
Die GeForce FX 5200 Ultra zeigt ein ähnliches Verhalten, aber auf niedrigerem Niveau. Ohne FSAA und anisotropischer Filterung ist die Performance mit der einer GeForce4 MX460 vergleichbar. Nach Aktivierung dieser Features kann die FX 5200 Ultra jedoch mit einer GeForce4 Ti4200 mithalten.
Ein Problem haben die Mainstream GeForce FX Karten leider von der High-End FX5800 übernommen: die schlechtere Qualtität der anisotropischen Filterung im Vergleich mit ATI und den Vorgängermodellen der GeForce4-Serie. Nach Angaben von nVidia ist dies aber ein Treiberproblem und wird spätestens mit der Einführung des NV35 behoben sein.

Ein ausführlicher Test von GeForce FX 5200 und 5600 Ultra mit vielen Benchmarks ist bei AnandTech zu finden. Einen weniger ausführlichen, aber deutsch-sprachigen Testbericht bietet Golem.de.

Die GeForce FX 5600 Ultra ist laut nVidia mit $199 angesetzt, dürfte also hierzulande für etwa 230-250 Euro zu haben sein und konkurriert damit direkt mit der ATI Radeon 9600 Pro. Diese bietet einen höheren Chip-Takt (400MHz), aber eine geringere Speicherleistung (300MHz). Ein direkter Vergleich dürfte interessant werden.
Die GeForce FX 5200 Ultra besitzt einen empfohlenen Verkaufspreis von $149 und wird in Europa wohl für 180-200 Euro über den Ladentisch wandern. ATI kann hier nichts gleichwertiges entgegensetzen, denn die in diesem Preisbereich angesiedeleten Radeon 9000/9100/9200 bieten “nur“ DirectX 8.1 Unterstützung. Man darf gespannt sein, ob sich in diesem Marktsegment das DX9-Marketing durchsetzen wird, müssen wir doch auf DX9-Games noch eine ganze Weile warten.

nVidia NV31 Chip (GF FX 5600)
nVidia NV34 Chip (GF FX 5200)

Quelle: 3D GPU.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.