CeBIT: Kühle Grafikkarten

Herkömmliche und innovative Kühlungssysteme der neuen Grafikkarten

Auf der Computermesse CeBIT in Hannover zeigen die Partner von nVidia und ATI Technologies wie gewohnt die aktuellen und kommenden Modelle ihrer Grafikkarten. Dabei setzen einige Hersteller auf Standard-Kühlung, andere aber zeigen besondere Cooling-Methoden. Sei es, weil sie es aufgrund der Hitzeentwicklung neuer Hochleistungschips für geboten halten, sei es, weil sie sich vom Mitbewerb mit möglichst leiser Kühlung abheben wollen. Aber schließlich ist ‚Silent‘ auch im Trend, zumindest in Europa. Bei den asiatischen Ausstellern erntet man oft nur verwunderte Blicke, spricht man die eventuell zu hohe Lautstärke mancher Produkte an. Offenbar haben die Anwender in anderen Kontinenten andere Präferenzen. Für den ein oder anderen Asiaten scheinen möglichst viele Lüfter ein Kaufgrund zu sein. Zumindest war das von manchen Herstellern so zu vernehmen.

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Während der Großteil der ATI-Partner mehr oder weniger auf das Referenzdesign setzt, präsentierten HIS und ENMIC eine ganz besondere Kühlung. In Zusammenarbeit mit Arctic-Cooling aus der Schweiz wurde ein besonders leises System entwickelt, das mit 500 bzw. 1000 Umdrehungen des Lüfters auskommt. Dieser ist damit praktisch nicht hörbar, da alle anderen Komponenten im Gehäuse deutlich lauter sein dürften. Nach Angaben von ENMIC soll diese Kühlung in Kürze eingeführt werden und dabei nur ein wenig teurer sein als die gleichen Karten mit Standardkühler. Die ersten HIS Radeon 9800 Pro werden aber wohl noch mit Referenz-Cooling ausgeliefert.

Sapphire wird dagegen seine komplett passive Kühllösung mit der “Ultimate Edition“ weiterführen, da diese Idee von den Kunden sehr gut angenommen wird. Ursprünglich waren hier keine großen Stückzahlen erwartet worden, aber die Nachfrage ist offenbar groß.

Club-3D war wohl der einzige Hersteller, der sowohl die neuen ATI- als auch die neuen nVidia-Grafikkarten am Stand präsentierte. Momentan sieht es so aus, dass der vor kurzem schon präsentierte Doppellüfter erst auf der 256MB-Version der Radeon 9800 Pro zum Einsatz kommen wird.

Nachdem es anfangs so ausgesehen hat, dass alle nVidia-Partner den (lauten) Referenzkühler einsetzen, hat sich das Bild mittlerweile grundlegend geändert. Da die NV30 Grafikchips immer noch recht selten sind, haben die Hersteller an ihren eigenen Kühlern gearbeitet. Während Albatron mit GeForce4-Ti-ähnlichem Cooler auskommt (allerdings nur für die FX 5800 Non-Ultra), bringt ABIT bereits die dritte Version seiner Heatpipe (OTES).
Überraschend leise scheint auch die Lösung von Leadtek zu werden, die eine Woche vor der CeBIT bereits bekannt wurde. Wir konnten uns selbst einen (Hör-)Eindruck verschaffen, der recht positiv schien, wenn man dies auch aufgrund der lauten Hintergrundgeräusche auf der Messe relativ betrachten/hören muss.

Gainward zeigt sich besonders experimentierfreudig und präsentierte eine wassergekühlte GeForce FX 5800 Ultra. Dieses System ist allerdings noch nicht ganz fertig. Dabei sollen Radiator, Flüssigkeitsbehälter etc. in ein einziges Modul gesteckt werden, welches in einem 5,25-Zoll-Schacht Platz finden soll.

CeBIT 2003: ASUS GeForce FX 5600
CeBIT 2003: Grafikkarten von HIS/ENMIC
CeBIT 2003: Sapphire Grafikkarten
CeBIT 2003: Club-3D Radeon Grafikkarten
CeBIT 2003: Albatron GeForce FX Grafikkarten
CeBIT 2003: ABIT GeForce FX 5800
CeBIT 2003: Leadtek GeForce FX 5800 Ultra
CeBIT 2003: Gainward GeForce FX Karten

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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