Laing Delphi DDC-1/T Wasserpumpen Special - Seite 6

Anzeige

Erster Praxistest

Die Pumpe ist für einen Betrieb von 6-13,2V ausgelegt. Eine Spannung von 13,2V quittiert die Pumpe mit wesentlich stärkeren Vibrationen im Vergleich mit dem 12V-Betrieb. Zum Test wurde 1,5m Schlauch mit einem Innendurchmesser von 8mm verwendet. Der erste Eindruck zur Pumpe ist: sehr kompakt, druckvoll, leise bei akzeptablen Vibrationen.

Im ersten Test für die tatsächlichen Anlaufspannungen der DDC-1 Pumpe stellte sich heraus, dass die Pumpe unterhalb von 7V nicht anläuft. Obwohl die Pumpe im 12V-Betrieb nur 10W verbraucht, ist der Anlaufstrom von max. 4,5A zu bedenken, wenn ein separates oder zu schwaches Netzteil verwendet wird. Ist das Netzteil zu schwach, läuft die Pumpe nicht an.

Im Dauerbetrieb wird die DDC-1 handwarm, ganz im Gegensatz zu den Powerpumpen von Iwaki, die richtig heiß (“hot to the touch“) werden. Genauso wie die Iwaki-Pumpen ist die DDC-1 mit ihrem Kugelrotor auf lange Lebensdauer ausgelegt. Im Vergleich zur DDC-1 haben die gerne für Wakü genutzten Eheim-Pumpen keine Vorteile. Ganz im Gegenteil: den für Wasserkühlungen erforderlichen Druck können die Eheim-Pumpen schlichtweg nicht aufbauen.

Absolutes Power Bundle 2 seriell geschaltete Pumpen



Durchsatz in real Systemen mit bis zu 160L/h!!

Wie bei allem, spielt auch bei Wakü-Pumpen der Preis eine entscheidende Rolle. Im Vergleich ist die DDC-1/T mit ca. 75 Euro durchaus als preiswert einzustufen. Zumal der Hersteller aufgrund langjähriger Erfahrungen mit seinen Kugelrotorpumpen von einer Standzeit von mindestens 50.000 Stunden ausgeht. Ein Grund mehr, sich mal mit der DDC-1/T auseinander zusetzen.

Die geringe Bauhöhe ist für die eine oder andere Anwendung ebenfalls von Vorteil. Die Wasseranschlüsse als 3/8″ Tüllen erfüllen ihren Zweck und es wird besonders bei Kaskadenbetrieb von mehreren DDC-1/T Pumpen dringend die Verwendung von Schlauchschellen empfohlen, wenn man nicht von einem Wasserschaden überrascht werden will. Mit maximal 1,5 bar Druckfestigkeit der Pumpe ist durchaus ein serieller Betrieb von vier DDC-1 erlaubt. Für Wakü-Anwendungen aber nicht wirklich sinnvoll.

Zum Test wurden im Systemaufbau in Verbindung mit der Laing DDC-1 Pumpe Wasserkühler von 1A-Cooling verwendet. Insbesondere der 1A-SL2 verfügt über ein ausgezeichnetes Durchfluss-Potential und ausgezeichnete Kühlleistung auf AMD Athlon XP CPU basierenden Systemen. Zusätzlich wurde der weniger Durchfluss-optimierte 1A-HV2 verwendet. Als Durchflussmesser kamen Labormessgeräte von INFLUX zur Anwendung und die Druck-Transmitter stammen von Jumo/Midas.

In der Messtabelle sind unter anderem Messungen mit insgesamt sieben Arbeitswiderständen hinterlegt sowie Messungen zu seriellem und parallelem Betrieb der Laing DDC-1 Wasserpumpe.

Einzelmessung Laing DDC-1 mit Wakü-Kühlkörper

Messungen Nullförderdruck und Stromaufnahme:
12,0V, 0,70A = 0,38bar
13,2V, 0,73A = 0,44bar

Messungen Durchfluss und Stromaufnahme:
1A-Cooling SL2:
12,0V, 0,80A = ~180L/h
13,2V, 0,85A = >200L/h

1A-Cooling HV2
12V, 0,75A = ~120L/h
13,2V, 0,80A = ~126L/h

Innenleben/ Nachrüstung Tachosignal/ Einbaulagen

Das Öffnen geht recht einfach:

  • mit einem Torx-Bit Tx20 die vier Schrauben lösen
  • von unten gegen das kreisrunde Mittelteil drücken
  • fertig

Der Pumpendeckel mit dem Rotor und der Elektronik ist dann zerlegt und man kann noch den Pumpendeckel abnehmen. Der Rotor wird nur durch Magnetkraft auf der inneren kugelförmigen Keramikachse gehalten und lässt sich mit etwas Kraftaufwand herausziehen. An Kugelrotor ist seitlich ein Farbklecks von ca. 5x5mm, der wohl von der Produktion stammt. Er kann mit Spiritus abgewischt werden. Das Spaltmaß ist 5/10mm.

An der Platine ist das Anschlusskabel an zwei Lötpunkten angelötet, Schwarz und Gelb. Daneben sind noch zwei weitere Lötpunkte unter anderem für das Tachosignal der T Versionen, welche uns zum Testzeitpunkt noch nicht vorlag.
Zum Test wurde am tacholosen P Testsample das Tachokabel angelötet.

Ergebnis für Nachrüster Vorhaben:

  • schwarz: 4-pol PC-Kabel
  • gelb: 4-pol PC-Kabel
  • 1 freier Lötpunkt neben gelb: testhalber als 3-pin Gelb (Tacho) am Mobo angeschlossen. Das Mobo zeigt 22.500 U/min an. Das könnte so was wie das Tachosignal sein, zumal mit weniger Spannung an der Pumpe die Mobo-Anzeige dann auch abnimmt. Allerdings ist die Frequenz viel höher als bei den üblichen PC-Lüftern.
  • 2. freier Lötpunkt: testhalber als 3-pin Gelb (Tacho) am Mobo angeschlossen. Pumpe läuft nicht. Das ist mit Sicherheit kein Tachosignal. Für was dieser Anschluss vorgesehen ist, konnte uns selbst Laing nicht konkret beantworten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.