Intel bereitet P4 Serie 600 vor

Erste Muster der Pentium 4 600er mit neuen Features werden getestet

Intel hat die ersten Muster der kommenden Pentium 4 Serie 600 an einige seiner Partner ausgeliefert. Die Mainboard-Hersteller in Taiwan testen diese nun und bereiten die entsprechenden Platinen bzw. BIOS-Updates für bereits ausgelieferte Boards vor.

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Um die neue CPU-Reihe von der bestehenden Pentium 4 500 Serie (90nm, 1MB L2-Cache, 800MHz FSB, Sockel-775) zu unterscheiden, verwendet Intel für die 600er den Codenamen ‚P4P‘. Die neuen CPUs unterscheiden sich nicht bei den Taktfrequenzen von der 500er Reihe, werden also wohl auch von 3.2 bis 3.8 GHz erscheinen, aber bei den Features.

Neben der Hyper-Threading Technologie und einem mit 2MB doppelt so großen integrierten Level-2 Cache unterstützen die Pentium 4 600er jetzt auch Intels Stromspartechnologie SpeedStep, Enhanced Memory 64-bit Technologie (EM64T) und das Execution Disable Bit (EDB). Bei EDB handelt es sich um die “Buffer Overflow Protection“, die in Windows XP mit dem Service Pack 2 integriert ist. Dies soll das System vor den Pufferüberläufen (buffer overflow) schützen, die sich bösartige Programme wie Mail-Würmer und Viren zu Nutze machen, um Code zum Ablauf zu bringen, der vom Betriebssystem eigentlich nicht zur Ausführung gedacht ist.
EDB unterstützen schon die J-Versionen der Pentium 4 500er Serie wie z.B. das letzte Top-Modell dieser Reihe, der im November eingeführte Pentium 4 570J.
Schnellere Prozessoren mit höheren Taktfrequenzen wie z.B. 4 GHz soll es auf Prescott-Basis nicht mehr geben, wie Intel im Oktober bekannt gab. Stattdessen setzt man auf Features wie die oben genannten und später in diesem Jahr dann auch auf Prozessoren mit zwei Kernen (Codename: Smithfield).
Bei den Dual-Core CPUs scheint AMD aber zumindest momentan die Nase vorn zu haben. AMD hat angeblich bereits Muster seiner Dual-Core Opteron Server-Prozessoren an die Mainboard-Hersteller für deren Tests ausgeliefert.
Im Handel werden die CPUs mit den zwei Kernen aber frühestens Mitte diesen Jahres erwartet.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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