Speicherpreise im Tiefflug

Schwache Nachfrage: DDR SDRAM Preise fallen unter Produktionskosten

Aufgrund relativ großer Lagerbestände und einer schwachen Nachfrage entsteht derzeit ein Überangebot von DDR SDRAM Chips. Nach Angaben der Analysten von JP Morgan wird sich diese Situation im nächsten Quartal sogar noch verschlechtern. Dann soll die Quote von derzeit 2% auf 10% steigen. Manche Speicherhersteller versuchen deshalb, ihren Bestand an Speicherbausteinen durch niedrige Preise abzubauen.

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Als Folge sind die Preise für einzelne RAM-Chips mittlerweile unter die Kostendeckungsgrenze gefallen. Ein 256 Mbit DDR SDRAM Baustein (266 bis 400 MHz) kostet derzeit zum Teil weniger als 2,50 US-Dollar. Mitte Januar lag dieser Preis noch bei über $4. Der höchste Preis des letzten Jahres wurde im April verlangt: $6,30. Die Produktionskosten werden üblicherweise bei einem Preis von etwa $3 gedeckt.
Einige Speicherhersteller verlagern momentan ihre Produktion von DDR hin zu DDR2 SDRAM und zu Flash-Speicher, was die Marktsituation wieder ausbalancieren sollte. Nach Ansicht von JP Morgan wird das Überangebot von DDR SDRAM aber trotzdem erst im vierten Quartal diesen Jahres wieder abgebaut sein.
Einige der taiwanesischen RAM-Produzenten schätzen dies etwas optimistischer ein und gehen davon aus, dass sich die Situation schon im Mai wieder entspannen könnte.

Blickt man auf die Preisentwicklung der letzten Monate z.B. von DDR400 SDRAM Modulen zurück, so ist der Trend eindeutig zu erkennen. Kostete ein 512MB Standard-Modul von takeMS, Infineon, Samsung oder Apacer im Januar noch 60 bis 80 Euro, so ist der gleiche Riegel aktuell für 40 bis 50 Euro zu bekommen. Manche 512MB DDR400 SDRAM Module z.B. von Elixier werden sogar schon für weniger als 40 Euro angeboten.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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