Kein DDR2 bei AMD?

Überspringt AMD DDR2 SDRAM und startet gleich mit DDR3?

Vor einigen Jahren sicherte AMD der DDR-Speichertechnologie noch den Einzug in die Computerwelt indem man von Anfang an auf DDR-Technologie als Nachfolger von SDRAM setzte. Intel hingegen verfolgte mit RDRAM eine andere Strategie, die bekanntlich aus diversen Gründen scheiterte.

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Heute gilt DDR-Speicher als Standard und der Nachfolger wurde schon vor einiger Zeit eingeführt.

Bisher wurde die DDR2-Technologie aber noch nicht vom Markt angenommen, weshalb DDR1 weiterhin auf den meisten Mainboards zum Einsatz kommt. Auf der Seite des einstigen DDR-Verfechters AMD gibt es nicht einmal einen entsprechenden Chipsatz mit Unterstützung für DDR2.

Obwohl Intel schon seit einiger Zeit Chipsätze mit DDR2-Unterstützung verkauft, reagierte man bei AMD nicht darauf und setzt weiterhin auf DDR1. Die Gründe hierfür könnten unter anderem auch in der relativ schlechten Performance von DDR2-Speicherchips im Gegensatz zu DDR1-Modulen liegen. Hinzu kommt die Tatsache, dass AMD seit dem Athlon64 den Speichercontroller in den Prozessor integriert hat, weshalb man mit der Umstellung auf eine neue Speichertechnologie möglichst lange warten möchte, um hohe Produktionskosten zu vermeiden.
Mit DDR2 sind zwar deutlich höhere Frequenzen möglich, doch die Wartezyklen steigen dabei auch an, was sich widerum in der Gesamtperformance nieder schlägt. Aus diesem Grund steht auch schon der Nachfolger von DDR2 in den Startlöchern: DDR3 und XDR sollen die Datenrate gegenüber DDR2 noch einmal verdoppeln, was einer 4-fachen Datenrate im Vergleich zu DDR1 entspricht.
Nun wurde in einem „Industry Insider Report“ von CoolTechZone erwähnt, dass AMD voraussichtlich gar nicht mehr auf den DDR2-Zug aufspringen wird und erst mit DDR3 das Layout des K8-Prozessorkerns entsprechend abändern will. Derzeit lässt sich nicht abschätzen, ob dies der richtige Schritt seitens AMD ist, doch nachvollziehbar ist dieser, da es zur Zeit keinen Grund gibt DDR1-Speicher abzulösen. Mit Dual-Channel Speicher und ohne limitierenden Frontside-Bus (durch den integrierten Speichercontroller) ist die DDR1- Technologie noch mehr als konkurrenzfähig.

Quelle: Eigene

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