Entlassungen bei ASUS

Hersteller verlagert weitere Teile der Produktion von Taiwan nach China

Nach dem Bericht einer chinesischen Zeitung wird ASUS, der größte taiwanesische Mainboard-Hersteller, bis Ende nächsten Jahres 1000 Mitarbeiter der Produktion entlassen. Hintergrund ist die Verlagerung der Fertigung auf das chinesische Festland. Aber auch das neue Pensionssystem in Taiwan, das die Kosten für den Arbeitgeber erhöht, soll ein Anlass dafür sein.

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ASUS beschäftigt derzeit insgesamt 8000 Mitarbeiter in Taiwan, davon 3000 in der Produktion. Auch wenn in der Fertigung bis Ende 2006 tausend Stellen abgebaut werden, die Gesamtzahl der Angestellten soll etwa gleich bleiben. ASUS plant nämlich angeblich, 1000 weitere Vertriebsmitarbeiter zur Verstärkung der Marketing-Abteilung einzustellen.
Die Produktion soll in die derzeit noch im Bau befindliche Fabrik in Shanghai verlagert werden. ASUS hat dort bereits 1,5 Milliarden US-Dollar investiert. Die neue Fertigungsstätte für Notebooks, Handhelds und LC-Displays wird nach ihrer Fertigstellung die größte Fabrik von ASUS sein.

Der Trend zur Verlagerung der Produktion von Taiwan nach China begann bereits vor mehreren Jahren, wie Hartware.net vor genau zwei Jahren berichtete. Schon im letzten Jahr wurden die meisten Mainboards und Grafikkarten der vier größten taiwanesischen Hersteller ASUS, MSI, Gigabyte und Elitegroup auf dem chinesischen Festland und nicht mehr in Taiwan selbst gefertigt. Die Produktion in China ist billiger und entspricht nach Ansicht der Hersteller mittlerweile einem genügend hohen Standard, um die gleiche Qualität wie bei der zuvor überwiegend in Taiwan stattfindenden Fertigung zu gewährleisten.

Quelle: Taipei Times

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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