5 Watt bei 2 GHz

Ein Revival der PPC-Architektur?

IBMs Power-Architektur, die bislang in den Computern von Apple zum Einsatz kam, könnte durch neue Forschungen im Energiespar-Bereich neue Impulse erhalten. Ähnlich wie bei den konkurrierenden Architekturen von Intel ist derzeit „Leistung pro Watt“ das angestrebte Ziel. Ein Team aus Entwickler-Veteranen hat die Technologie lizensiert und konsequent umgestaltet.

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Dan Dopperpuhl, der auch die StrongARM-Prozessoren für eingebettete Systeme und die Alpha-Serie von DEC entwickelte hat mit der „PWRficient“-Technologie die Leistung pro Watt von PowerPC-Prozessoren auf das zehnfache der derzeitig im Einsatz befindlichen Systeme gesteigert. In der Firma Pasemi arbeitet ein Team von 150 Entwicklern, darunter einige Veteranen, die auch schon an den Entwicklungen von Opteron, Itanium und UltraSPARC mitgearbeitet haben.

Die 64-Bit-Prozessoren sind Mehrkern-fähig und wurden in einer rund zwei Jahre dauernden Forschungsphase grundsätzlich neu konzeptioniert. So sind beispielsweise neben dem Kern auch South-Bridge, Speicher und die Schnittstellen integriert. Viele Funktionen, die normalerweise in externen Zusatzchips abgehandelt werden, berechnen die „PWRficient“-Prozessoren direkt. Dank eines modularen Aufbaus lassen sich die Anzahl der Kerne, Speicherkontroller, Cache-Größe und Protokolle leicht abwandeln. Mit einer Technologie sollen also möglichst viele Gebiete abgedeckt werden können.

„PA6T-1682M“ nennt sich der erste Prototyp, der mit zwei Kernen und 2,0 GHz arbeitet. Der Stromverbrauch soll zwischen 5 und 13 Watt liegen. Nach dem derzeitigen Stand sind bis zu 2,5 GHz möglich. Integriert sind zwei DDR2-Speicherkontroller, 2 MByte L2-Cache und ein flexibles I/O-Subsystem. Dieses bringt den PCI-Express-Controller, zwei 10-Gigabit- Ethernet-XAUI-Controller und vier Gigabit-Ethernet-SGMII-Controller mit. Über „Offload Engines“ sollen häufig verwendete Protokolle und Algorithmen von spezialisierten Komponenten bearbetet werden, unter anderem TCP/IP, iSCSI, Kryptographie (IPSec und SSL) sowie RAID.

Ab dem dritten Quartal 2006 könnten erste Muster ausgeliefert werden, 2007 sind Varianten mit einem und vier Kernen angedacht. Passend dazu sollen im Jahr 2008 die ersten 8-Kern Varianten auf den Markt kommen.

Wer weiß, vielleicht lässt Apple ja seine Pläne fallen und steigt wieder auf die PPC-Architektur um.

Quelle: Golem

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